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09.06.2009 Rudolf Felser

Keine Entspannung am Arbeitsmarkt

Zehn Prozent der heimischen Personalchefs wollen im 3. Quartal Mitarbeiter engagieren. Ihnen stehen elf Prozent gegenüber, die reduzieren.

Dem Arbeitsmarkt geht weiter die Luft aus: Zwar gaben zehn Prozent der heimischen Personalchefs für den Manpower Beschäftigungsausblick an, im kommenden dritten Quartal Mitarbeiter engagieren zu wollen. Ihnen stehen jedoch elf Prozent gegenüber, die Personal reduzieren müssen.

"Die Werte decken sich mit unseren Erfahrungen", bestätigt Manpower Chef Erich Pichorner, "manche Sparten bauen ab, doch wir können die Mitarbeiter in anderen unterbringen. Der Markt ist in Bewegung." Befragt wurden 767 Betriebe aller Bundesländer und Branchen.

JOBCHANCEN NACH BUNDESLÄNDERN Aus der allgemeinen Krisenstimmung sticht Oberösterreich positiv heraus. Auch in der Steiermark zeichnet sich nach langer Durststrecke eine leichte Trendumkehr ab. Merkliche Personaleinsparungen werden hingegen in Wien und Kärnten erwartet. In den übrigen Bundesländern halten sich Auf- und Abbau mehr oder weniger die Waage.

  • Wien: Gemeinsam mit Kärnten Lowlight des Sommerquartals: Nur 7 Prozent planen Aufnahmen, satte 20 Prozent rechnen mit Reduktionen. 71 Prozent bleiben konstant, 2 Prozent sind unsicher.
  • Niederösterreich: Nur 3 Prozent der NÖ Arbeitgeber wollen aufbauen, 8 Prozent müssen einsparen. 88 Prozent erwarten keine Änderung zum Vorquartal, 1 Prozent antwortete mit "Weiß nicht".
  • Burgenland: Im letzten Quartal noch der übliche saisonal bedingte Rekruting-Boom, nun halten sich Auf- und Abbau knapp die Waage: 7 Prozent Aufbau, 8 Prozent Abbau, 85 Prozent keine Änderung.
  • Oberösterreich: Hier sind die Jobs zu finden: Bestwert mit 17 Prozent der Unternehmen, die ihre Mannschaften aufstocken wollen. Nur 5 Prozent wollen reduzieren, 78 Prozent halten den Stand stabil.
  • Steiermark: Zweitbeste Prognose Österreichs mit 12 Prozent der Betriebe, die aufnehmen wollen, zu 9 Prozent, die Abbau planen. 76 Prozent belassen ihre Teams, 3 Prozent sind unschlüssig.
  • Kärnten: Teilt sich mit Wien die rote Laterne: Nur 1 Prozent der Firmen plant, Leute aufzunehmen, dafür werden 14 Prozent Kündigungen aussprechen. 85 Prozent erwarten keine Änderung.
  • Salzburg: Knappes Plus: 14 Prozent Aufbau, 13 Prozent Abbau. Die übrigen 73 Prozent bleiben konstant.
  • Tirol: Gleichstand zwischen Aufnahmen und Reduktionen, allerdings mit je 18 Prozent auffallend starke Bewegungen in beide Richtungen. Nur 62 Prozent halten den Stand, 2 Prozent sind unschlüssig.
  • Vorarlberg: 13 Prozent der Personalchefs planen Neuaufnahmen, ihnen stehen 14 Prozent gegenüber, die Kündigungen aussprechen muss. Die übrigen 73 Prozent bleiben stabil.

JOBCHANCEN NACH WIRTSCHAFTSSEKTOREN Nur zwei Branchen sind optimistisch: der Mischsektor Kredit- und Versicherungswesen, Immobilien, unternehmensnahe Dienstleistungen und der Öffentliche Bereich. Alle anderen Sektoren sind neutral bis pessimistisch. Besonders der Handel und das Bauwesen rechnen mit Kürzungen.

  • Bauwesen: Flaute am Bau: Nur 1 Prozent der Betriebe will Personal aufnehmen, 12 Prozent müssen abbauen. 82 Prozent der unternehmen wollen die Mitarbeiterzahl beibehalten, 5 Prozent enthalten sich der Antwort.
  • Bergbau & Rohstoffgewinnung: 3 Prozent der Befragen wollen zulegen, 6 Prozent reduzieren. 90 Prozent bleiben konstant, 1 Prozent wartet noch ab.
  • Energieversorgung: Gleichstand mit je 16 Prozent Personalaufnahmen und Reduktionen. Die übrigen 68 Prozent belassen die Mitarbeiterzahl.
  • Gastronomie & Hotellerie: Minus trotz Hochsaison: 10 Prozent der Betriebe planen Mehreinstellungen, 11 Prozent Kündigungen. Die übrigen 79 Prozent halten den Mitarbeiterstand konstant.
  • Handel: Wenig optimistischer Indikator für den privaten Konsum: Nur 8 Prozent wollen Mitarbeiter engagieren, aber satte 21 Prozent müssen kürzen. Vergleichsweise niedrige 71 Prozent lassen den Personalstand beim Alten.
  • Kredit- & Versicherungswesen, Immobilien, unternehmensnahe Dienstleistungen: Einer der beiden optimistischen Sektoren: 11 Prozent der befragten Unternehmen wollen einstellen, nur 8 Prozent müssen einsparen. 81 Prozent sind mit der Mitarbeiterzahl zufrieden.
  • Land- & Forstwirtschaft: Gleichstand mit je 8 Prozent Auf- und Abbau. 82 Prozent kommen ohne Veränderungen des Personalstandes durch, 2 Prozent enthalten sich der Antwort.
  • Öffentliche Hand & Soziales: Österreichs Topwert mit 14 Prozent der Unternehmen, die Aufnahmen planen zu 6 Prozent, die abbauen werden. Die übrigen 80 Prozent wollen keine Änderungen vornehmen.
  • Sachgütererzeugung: Leichtes Minus mit 10 Prozent Unternehmen mit Personalzuwachsplänen versus 13 Prozent mit Abbauplänen. 76 Prozent kommen mit der vorhandenen Mannschaft durch, 1 Prozent enthält sich der Antwort.
  • Verkehr & Telekommunikation: 7 Prozent der Betriebe wollen aufbauen, 12 Prozent müssen abbauen. Den Stand halten wollen 79 Prozent, 2 Prozent sind unschlüssig.

(rnf/pi)

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