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09.06.2009 Rudolf Felser

Harmonisierung der Prozess- und ERP-Landschaft

Die Schweizer Spaeter-Gruppe hat mit Unterstützung von IMG ein gruppenweites SAP-System eingeführt.

Die Schweizer Spaeter-Gruppe, Handels- und Servicepartner für den Stahl-, Bau- und Haustechnikbedarf, hat mit Unterstützung der IMG, den Consulting Services der S&T Gruppe, ein gruppenweites SAP-System eingeführt. "Damit konnten die bislang heterogene Systemlandschaft harmonisiert, die Prozesstransparenz erhöht und das Intercompany-Business optimiert werden", so S&T in einer Aussendung.

Die Spaeter-Gruppe führt von ihrem Hauptsitz in Basel aus schweizweit zwölf Gesellschaften mit insgesamt 30 Standorten. Das Unternehmen beschäftigt 800 Mitarbeiter und hat rund 115.000 Artikel im Sortiment. Spaeter zählt zu den zwei größten Handelsgruppen der Schweiz im Bereich Stahl-, Bau- und Haustechnik und ist zudem mit Service- und Anarbeitungsvorgängen (Zuschnitte, Brennschneiden, Veredelung von Produkten) erfolgreich. In den letzten Jahren hat das Unternehmen durch zahlreiche Firmenakquisitionen massiv expandiert. Um das kräftige Wachstum aber mit dem bestehenden Personal auch in Zukunft bewältigen zu können, war die Einführung einer gruppenweit einheitlichen und harmonisierten Prozess- und ERP-Landschaft notwendig. Als Implementierungspartner entschieden sich die Stahlspezialisten für die IMG. "Für die IMG sprachen eindeutig ihre SAP-Expertise sowie die Erfahrung in unserer Branche", sagt Stephan Habegger, Leiter Informatik und Qualitätsmanagement bei der Spaeter-Gruppe.

KLARE PROJEKTZIELE Das neue System sollte die Besonderheiten der Branche berücksichtigen, eine schnelle Integration von neuen, zugekauften Firmen gewährleisten und der Spaeter-Gruppe ein hohes Maß an Investitionssicherheit bieten. Weitere Ziele waren eine höhere Transparenz der Prozesse, ein einheitliches System für übersichtliches Controlling und bessere Planung sowie die effiziente Abbildung des Intercompany-Business, also der Waren-, Finanz- und Informationsflüsse innerhalb der Gruppe mit all ihren Standorten. "Die einfache Nutzbarkeit des Systems stand als oberstes Leitmotiv während des gesamten Projekts fest, in dem wir nicht nur unsere SAP-Erfahrung, sondern auch unsere Branchenexpertise optimal einsetzen konnten", erklärt Georg Komornyik, COO BS S&T.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen bei Spaeter wurden die Kerngeschäftsprozesse analysiert und genau beschrieben. Auf dieser Basis konnte festgelegt werden, wo der Standardleistungsumfang von mySAP ERP ausreichte, um den Kundenbedarf zu erfüllen, und an welchen Stellen Anpassungen und Eigenentwicklungen notwendig waren. So wurden etwa für die Auftragsbearbeitung und Produktionsplanung spezielle Zusatzprogramme (Add-ons) gebaut und die Prozesse damit deutlich vereinfacht. Die Mitarbeiter können nun im direkten Kundenkontakt über einen Produktkonfigurator spezielle Wünsche wie Abmessung, Zuschnitt auf einen bestimmten Winkel oder externe Anarbeitung in das System eingeben. Im Warenausgangscockpit, das ebenfalls von der IMG entwickelt wurde, lassen sich per Drag and Drop Auslieferungstouren planen. In einem zusätzlichen Cockpit können auch die geplanten Wareneingänge im Voraus koordiniert und vorbereitet werden. Beim sogenannten Intercompany-Business werden die zahlreichen Geschäftsvorgänge unter den Gesellschaften der Spaeter-Gruppe weitgehend automatisiert abgewickelt, so dass auf jegliche Mehrfacherfassung verzichtet werden kann und der gesamte Prozess fast papierlos abläuft.

Bei der Umsetzung dieses komplexen Auftrags kam auch S&T PROMET, die Projektmethode der S&T zum Einsatz. Komplexe Projekte erfordern eine systematische Vorgehensweise. PROMET wurde in enger Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen (Schweiz) entwickelt und hat sich seit über 15 Jahren im Praxiseinsatz bewährt. Die einzelnen Module sind übersichtlich und konsistent aufgebaut. Alle Aktivitäten laufen nach vordefinierten Phasen ab, wobei die Ergebnisse in vorstrukturierten Ergebnisdokumenten (Templates) festgehalten werden. Dies unterstützt und erleichtert die effektive und effiziente Projektarbeit und damit die schnellere Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftslösungen. (pi/rnf)

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