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15.06.2009 apa/Rudolf Felser

Siemens-Betriebsrat will Arbeitszeitverkürzung

Die Arbeitnehmervertreter von Siemens wollen mit dem Vorstand über eine Arbeitszeitverkürzung verhandeln, um schmerzhaftere Einschnitte zu verhindern.

Die Arbeitnehmervertreter von Siemens in Deutschland wollen mit dem Vorstand über eine Arbeitszeitverkürzung verhandeln, um schmerzhaftere Einschnitte zu verhindern. "Wir werden uns zu Beginn des neuen Geschäftsjahres mit der Konzernführung zusammensetzen und diskutieren, welche Maßnahmen bei einer anhaltenden Krise noch notwendig sein könnten", sagte Betriebsratschef Lothar Adler der Tageszeitung "Die Welt" (Montag, 15. Juni).

"Wir müssen über eine Verkürzung der Arbeitszeit oder mehr Altersteilzeit sprechen", sagte Adler, der auch im Siemens- Aufsichtsrat sitzt. Darüber will der Betriebsrat mit der Konzernleitung im neuen Geschäftsjahr verhandeln, das im Oktober beginnt. Kündigungen lehnt der Betriebsrat ab.

Die Arbeitnehmervertreter traten Spekulationen entgegen, bei Siemens werde bereits über weiteren massiven Jobabbau diskutiert. "Bei Siemens ist kein Stellenabbau geplant, das hat uns der Vorstand zugesagt", sagte die stellvertretende Betriebsratschefin Birgit Steinborn der Zeitung. "Es gibt keine zweite Welle beim Sparprogramm in Vertrieb und Verwaltung", bekräftigte auch Adler. Der Konzern hatte vergangenen Sommer die Streichung von weltweit 17.000 Stellen bis 2010 verkündet, um jährlich 1,2 Milliarden Euro einzusparen. Analysten hatten zuletzt vermutet, dass Siemens aufgrund der Wirtschaftskrise weiter sparen muss.

KEIN ENDE DER KRISE Unterdessen rechnet Siemens-Chef Peter Löscher nicht mit einer baldigen Erholung der Weltwirtschaft. "In unserer Firma gibt es über alle Geschäftsbereiche hinweg keine verlässlichen Indikatoren, dass wir die Talsohle der Krise erreicht haben", sagte Löscher in einem Interview mit der "Times". Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der aktuellen Krise seien beispiellos, erklärte Löscher.

Siemens hat die Folgen der Wirtschaftskrise zuletzt verstärkt zu spüren bekommen. Wegen Auftragsrückgängen im Bereich Energietechnik stutzte der Konzern Ende April seine Ziele zurück. (apa)

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