Robert Absenger, CEO Datentechnik Gruppe: "Unternehmen suchen heute einen Partner, der betriebswirtschaftlich denkt" Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


17.06.2009 Manfred und Oliver Weiss

Robert Absenger, CEO Datentechnik Gruppe: "Unternehmen suchen heute einen Partner, der betriebswirtschaftlich denkt"

Robert Absenger ist seit Mai 2009 CEO der neu entstandenen Datentechnik Group, die aus der ehemaligen Datentechnik und Databusiness besteht.

In seiner vierzigjährigen Geschichte hat sich das Unternehmen Datentechnik als Netzwerkanbieter einen Namen gemacht. Doch Netzwerke sind den Verantwortlichen nicht mehr genug. Robert Absenger ist seit Mai 2009 CEO der neu entstandenen Datentechnik Group, die sich aus der ehemaligen Datentechnik und Databusiness zusammensetzt. Unter seiner Führung soll sich der Netzwerkspezialist zum »generellen Infrastrukturanbieter für die österreichische Wirtschaft« entwickeln.

COMPUTERWELT: Was ist die Vision der Datentechnik Group? Robert Absenger: Wenn man von der Datentechnik spricht, denkt man an einen Netzwerkanbieter. Künftig wollen wir ein Ansprechpartner für alle Infrastrukturbelange sein. Das beginnt bei Desktops, geht über Server und den klassischen Netzwerkbereich bis hin zu Storage. Dazu bieten wir ein breites Paket an Dienstleistungen und Software – zum Beispiel sind wir Microsoft- und Vmware-zertifiziert. Das heißt wir wollen sehr wohl auch als Integrator dieser Infrastruktur auftreten.

Wie ist die Aufgabenverteilung? Wofür ist die Datentechnik zuständig und wofür Databusiness? Die Datentechnik deckt einerseits den klassischen Netzwerkbereich ab und bildet auf der anderen Seite mit der über 40 Jahre gewachsenen Vertriebsstruktur an sieben Standorten in Österreich das Rückgrat der Gruppe. Databusiness kümmert sich um den restlichen Infrastruktur-Bereich und um Softwarethemen und tritt als Integrator auf.

Warum diese enorme Erweiterung des Portfolios? Weil sich die Kunden einen Ansprechpartner für alle Infrastrukturthemen wünschen. Gerade der Mittelstand. Großkunden haben für viele Bereiche spezielle Partner. Da ist dann auch die interne Organisation so groß, dass man vernünftig mit mehreren Partnern zusammenarbeiten kann. Bei Mittelstandsunternehmen geht das nicht, die brauchen einen einzigen Partner.

Was bedeutet für Sie Mittelstand? 250 bis 300 Mitarbeiter.

Es gibt nicht gerade wenige Infrastrukturanbieter. Warum sollte sich ein mittelständisches Unternehmen für Datentechnik entscheiden? Weil wir alle Bereiche abdecken können, österreichweit flächendeckend vertreten sind und somit ein hohes Servicelevel bieten. Davon gibt es in Österreich nicht so viele.

Wieviele Mitarbeiter hat die Datentechnik Gruppe? Rund 170. Davon arbeiten 65 im technischen Kundendienst. So garantieren wir österreichweit rund um die Uhr eine Reaktionszeit von zwei Stunden.

Werden es weiterhin zwei getrennte Unternehmen bleiben? Wir werden zumindest dieses Kalenderjahr noch getrennt im Markt agieren, sind allerdings bereits jetzt eng verzahnt. Ich war in den letzten Monaten in ganz Österreich unterwegs um zu verhindern, dass zwei verschiedene Unternehmenskulturen entstehen.

Wie sieht es mit den finanziellen Zielen aus? Wir wollen uns massiv vergrößern. Derzeit machen wir in Österreich und mit zwei kleinen Auslandsniederlassungen 30 Millionen Euro Umsatz. In zwei bis drei Jahren sollen es 50 Millionen sein.

Nur aus eigener Kraft durch organisches Wachstum? Nein. Wir denken durchaus über kleinere Zukäufe nach, um uns sinnvoll zu verbreitern. Aktuell führen wir sehr fortgeschrittene Verhandlungen mit zwei österreichischen Infrastrukturanbietern.

Und außerhalb Österreichs? Außerhalb Österreichs sind keine Akquisitionen geplant. Derzeit sind wir mit zehn Leuten in Rumänien vertreten und mit sieben in Kroatien. Da sind wir mit Kunden ins Ausland mitgegangen.

Wie überzeugen Sie Kunden in Zeiten der Krise von der Sinnhaftigkeit von IT-Investitionen? Die Verkaufsgespräche gehen heute fast immer in Richtung ROI. Projekte gewinnt man dann, wenn man einen schnellen Breakeven vorrechnen kann. Man muss sich in den Kunden betriebswirtschaftlich hineindenken und das ganze Unternehmen sehen.

Das Gespräch führten Manfred Weiss und Oliver Weiss.

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: