Microsofts "Groß-Patch"-Tag Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


17.06.2009 Edmund E. Lindau

Microsofts "Groß-Patch"-Tag

Microsoft hat zum Juni-Patch-Day zehn Sicherheitsbulletins veröffentlicht, mit denen über 30 Sicherheitslücken in Windows und Office gestopft werden.

Einen vergleichsweise ruhigen Patch-Day hatte Microsoft im Mai zelebriert: Damals erschien nur das Sicherheitsupdate für Powerpoint. Mit den zehn Patches im Juni beseitigt Microsoft insgesamt 31 Sicherheitslücken in Windows, im Internet Explorer und dem Office-Paket. Ein Großteil der Fehler wird als gefährlich eingestuft. Für das bekannte Sicherheitsloch in DirectShow gibt es wie angekündigt noch keinen Patch.

Mit summa summarum fünf Patches beseitigt Microsoft insgesamt 13 Sicherheitslecks im Windows-Betriebssystem. Drei unterschiedliche Sicherheitslücken betreffen die Druckerwarteschlange. Zwei Fehler erlauben das Ausführen von Schadcode und werden als entsprechend gefährlich klassifiziert, während der dritte Fehler einem Unbefugten den Zugriff auf vertrauliche Daten erlaubt. Die Fehler befinden sich in Windows 2000, XP, Vista, Windows Server 2003 sowie 2008 und sollen mit dem Patch beseitigt werden. Zwei weitere Sicherheitslücken befinden sich in den Active-Directory-Komponenten von Windows. Ein Fehler kann für die Ausführung von Programmcode und ein anderer für einen Denial-of-Service-Angriff missbraucht werden. Ein Patch für Windows 2000, XP und Windows Server 2003 korrigiert diese Fehler.

LÖCHER IM WINDOWS-KERNEL Gleich vier Sicherheitslücken hat Microsoft im Kernel von Windows 2000, XP, Vista, Windows Server 2003 und 2008 mit einem Patch beseitigt. Angreifer können sich über alle vier Fehler die Zugriffsrechte erhöhen, um so einen umfassenderen Zugriff auf ein fremdes System zu erlangen.

Auch das Sicherheitsleck im RPC-Protokoll erlaubt eine Rechteausweitung. Aber Angreifer benötigen hier keine gültigen Anmeldeinformationen. Mit einem Patch soll der Fehler in Windows 2000, XP, Vista, Windows Server 2003 sowie 2008 korrigiert werden. Bei der Skriptausführung innerhalb der Windows-Suche kommt es zu einem Fehler, der es Unbefugten erlaubt, an vertrauliche Daten zu gelangen. Allerdings lässt sich der Fehler nur ausnutzen, wenn eine spezielle Datei an erster Stelle in einem Suchergebnis auftaucht. Mit einem Patch für Windows XP sowie Windows Server 2003 wird der Fehler korrigiert.

Zwei Fehler befinden sich in den Internet Information Services (IIS) von Windows und erlauben Angreifern eine Rechteausweitung, wenn sie eine präparierte HTTP-Anforderung für eine Webseite ausnutzen. Mit dem bereitgestellten Patch soll der Fehler in Windows 2000, XP und Windows Server 2003 korrigiert werden.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: