Actricity bleibt auf Java-Kurs Detail - Computerwelt

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22.06.2009 Thomas Mach

Actricity bleibt auf Java-Kurs

Die Übernahme von Sun durch Oracle werde keine negativen Marktentwicklungen nach sich ziehen, prophezeit der Business Software-Spezialist Actricity.

Der Business Software-Hersteller Actricity fürchtet keine negativen Marktentwicklungen durch die Übernahme von Sun durch Oracle, erklärt Michel Henlin, Verwaltungsrat des Actricity-Mutterkonzerns Codex. Die Unabhängigkeit der lizenzfreien und quelloffenen Technologien und die Innovationskraft der großen Entwicklerlobby seien nicht gefährdet. Die Open Source-Gemeinde lasse sich nichts vorschreiben und werde notfalls Alternativen bereitstellen.

Actricity nutzt bereits seit Jahren Open Source-Basiskomponenten für das hauseigene CRM- und Kundendienst-Portal sowie für das Dienstleister-ERP. Seit 2004 dient Ecplise als Entwicklungsplattform, als Datenbank wird vor allem MySQL eingesetzt. Auch mit dem Applikationsserver TomCat und dem Webserver Apache setze Actricity auf lizenzfreie Produkte. Für Reports würden Jasper-Produkte eingesetzt, in weiteren Bereichen kleinere Open Source-Komponenten.

Die Übernahme werde keine Nachteile wie höhere Kosten oder Weiterentwicklungsprobleme zur Folge haben, erklärt Henlin. "Es wäre uns zwar lieber gewesen, wenn Sun durch IBM übernommen worden wäre, da IBM als langjähriger Protagonist den Open Source-Gedanken nachhaltig fördert. Doch wir rechnen damit, dass die MySQL-Datenbank von Oracle weiterhin kostenlos angeboten und gewartet wird. Sie könnte beispielsweise als Gratis-Einstiegsmodell für Oracle-Datenbankprodukte dienen. Sollte MySQL aber kostenpflichtig werden, wird die Open Source-Gemeinde notfalls eine Ersatzlösung portieren, wie es schon nach der Übernahme des Speichersystems InnoDB durch Oracle der Fall war. Die Open Source-Gemeinde lässt sich nicht vom Geld der Befehlenden steuern."

Oracles langfristige Strategie in Bezug auf Java sei zwar noch unklar. Doch Henlin zeigt sich sicher, dass Java weiterhin in den Händen der Open Source-Gemeinde bleibt. "Sicher wird Oracle versuchen, mit Java im kommerziellen Bereich Geld zu verdienen. Aber Oracle ist sich bewusst, dass man mit Java eine echte Alternative zu Microsoft in der Hand hat. Diesen Vorteil werden sie nicht verspielen."

"Wir haben bewusst ein eigenes Framework entwickelt, um möglichst ohne Einschränkungen arbeiten zu können. Darum nutzen wir grundsätzlich Open Source-Basiskomponenten und haben über die Jahre fundierte Erfahrung im Bereich Java J2E Entwicklung aufgebaut. Wir haben verschiedene Entwicklungsschritte in dieser Welt durchlebt und Weiterentwicklungen wie Ajax mit aufgenommen. Auch in Zukunft werden wir die technologische Unabhängigkeit unserer Produkte wahren", ergänzt Actricity-CEO Martin Bühler.

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