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23.06.2009 Oliver Weiss

Der private Laptop als Firmen-PC

Viele Unternehmen denken darüber nach, wie sie den gesicherten Zugriff privater Laptops der Mitarbeiter auf das Firmennetz ermöglichen können.

Nach Auffassung der Unternehmensberatung Centracon wird die Liberalisierung von Clients immer mehr zu einem Thema für die Unternehmen. Schon jetzt denken viele Konzerne darüber nachdenken, auf welcher konzeptionellen Basis sie den gesicherten Zugang privater Laptops der Mitarbeiter in das Firmennetz zulassen können. Hintergründe dieser Überlegungen sind veränderte Benutzergewohnheiten und die zunehmende Ausweitung beruflicher Aufgaben über den Arbeitsplatz im Unternehmen hinaus. Aber auch die neuen technischen Möglichkeiten der Virtualisierung forcieren die Liberalisierungsansätze bei den Clients.

Auch der Gartner-Analyst Peter Sondergaard hatte kürzlich die provozierende Frage gestellt, warum Unternehmen überhaupt noch eigene PCs kaufen würden. Um Kosten zu sparen, sollten sie ihre Mitarbeiter vielmehr in die Lage versetzen, mit eigenen Geräten in virtuellen Unternehmensumgebungen arbeiten zu können.

"Die herkömmlichen Grenzen zwischen den Tätigkeiten am Firmenrechner und der privaten PC-Nutzung sind längst stark verschwommen, zukünftig werden die Überschneidungen noch größer werden", skizziert Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards die zukünftige Entwicklung. Denn durch die mobileren Job-Anforderungen benutzen Mitarbeiter vermehrt auch gleichzeitig private Laptops für berufliche Aufgaben. "Der ständige Wechsel der Clients ist aufwändig und wird dadurch immer mehr zum Ärgernis für die Mitarbeiter", beschreibt Gerhards einen wesentlichen Nachteil. "Und umgekehrt spricht bei Realisierung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen auch nichts dagegen, dass die Mitarbeiter ein privat gewohntes Arbeitsgerät zusätzlich im Job nutzen. Im Gegenteil würde sich dies eher positiv auf ihre Arbeitsmotivation auswirken."

Was aus klassischer Sicht wie ein Tabubruch aussehe, ist nach Meinung von Gerhards aber letztlich nur eine konsequente Nutzung neuer technischer Möglichkeiten. Denn die heutige Koexistenz beruflicher und privater Endgeräte lässt sich mit Konzepten zur flexiblen Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen auf Basis der lokalen Virtualisierung von Clients beseitigen. "Demnächst wird es technisch sogar problemlos möglich sein, auf einem Endgerät zwei verschiedene Desktops zu betreiben", zeigt der Centracon-Geschäftsführer die weiteren Perspektiven auf.

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