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24.06.2009 Alex Wolschann/apa

Phion sieht gute Chancen für Geschäftsausbau

Phion sieht sich einem unberechenbaren makroökonomischen Umfeld gegenüber und gibt keine konkreten Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr bekannt.

Der Tiroler börsenotierte IT-Security-Software-Spezialist phion AG sieht sich derzeit einem "unberechenbaren makroökonomischen" Geschäftsumfeld gegenüber und gibt keine konkreten Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 bekannt. "Die Vorausschaubarkeit ist zu kurz", sagte Vorstands-Chef Wieland Alge bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. Die Chancen, das Geschäft mit IT-Sicherheitslösungen in den Kernmärkten - insbesondere in Deutschland und der Schweiz - weiter auszubauen, seien aber intakt.

Nicht nur die gesamtwirtschaftlichen sondern auch die Prognosen für die eigene Branche seien derzeit "unberechenbar". "Auch die Fachwelt ist sich nicht einig, was sich manifestieren wird", so Alge. Gegenüber den Kunden werde man noch besser argumentieren müssen, dass mit IT-Sicherheit auch Geld verdient und das Geschäft verbessert werden könne.

Nach der Integration der Schweizer Visonys sieht sich Alge mit einem besseren Produktportfolio dastehen. Im Wesentlichen abgeschlossen sei die mit hohen Kosten verbunden gewesenen Markterschließungen und Akquisitionen. Neue Zukäufe seien derzeit nicht geplant. Das Unternehmen verfüge über eine ausgezeichnete Bilanzstruktur und habe genug Geld, so Alge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende März) konnte der IT-Security-Software-Spezialist den Umsatz um 50 Prozent auf 11,8 Mio. Euro steigern. 65 Prozent entfielen auf Produkte und Lizenzen, 29 Prozent auf Update-Rechte und 7 Prozent auf Dienstleistungen, davon die Hälfte auf Trainings. In Summe seien somit 97 Prozent der Erträge mit skalierbaren Geschäften erzielt worden, betonte Alge. Knapp 10 Prozent entfielen auf die neuen Märkte Großbritannien, Benelux, Italien, Osteuropa und Naher Osten.

HOHE MARKETING- UND PERSONALKOSTEN Die Markterschließung und Firmenzukauf verursachte hohe Marketing- und Personalkosten. Der Personalaufwand erhöhte sich auf 5,9 (3,4) Mio. Euro. Derzeit werden etwas über 80 Mitarbeiter beschäftigt, rund 20 kamen durch die zugekaufte Visonys dazu. Die Abschreibungen - für Softwareentwicklungen, Rechte und Lizenzen alleine wurden laut Finanzchef Günter Klausner rund 1 Mio. Euro abgeschrieben - erhöhten den operativen Verlust auf 2,6 (1,6) Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag stieg auf 2,2 (1,3) Mio. Euro. Die liquiden Mittel gingen auf 5,7 (14,0) Mio. Euro zurück, der operative Cash-flow verbesserte dagegen auf 1,5 (-1,3) Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital machte Ende März 12,8 (14,3) Mio. Euro aus, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 61 (69) Prozent.

Die an der Wiener Börse im Mid-market-Segment gelistete phion-Aktie konnte zuletzt (Dienstag) 2,38 Prozent auf 8,60 Euro dazugewinnen. Die Aktie kam am 4. Juli 2007 mit 42 Euro in den Handel. An der Eigentümerstruktur hat sich nichts geändert, das Grundkapital von nominal 800.000 Euro wird weiterhin zu mehr als 25 Prozent vom Management und den Unternehmensgründern gehalten, 64 Prozent sind im Streubesitz. 8,2 Prozent hält die Wiener Beteiligungsgesellschaft capexit. (AW/apa)

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