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29.06.2009 Oliver Weiss

SOA hilft bei BPM und umgekehrt

Das Ziel, das die Software AG mit Webmethods 8 verfolgt, ist eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem IT-Bereich und den Fachabteilungen.

Laut Analysen von Gartner sind serviceorientierten Architekturen (SOA) und Business Process Management (BPM) Schlüsseltechnologien füreinander, doch um über zahlreiche voneinander abgeschottete Bereiche hinweg Transparenz herzustellen und die Einhaltung von Richtlinien zu gewährleisten, müssen Prozess-Governance und SOA-Governance koordiniert werden.

Die Software AG hat dieser Erkenntnis mit der neue Version 8 ihrer Integrationsplattform Webmethods Rechnung getragen. Sie verfügt über ein Business Service Repository namens CentraSite ActiveSOA und soll damit eine stabile Verbindung zwischen SOA und BPM etablieren. »Wir haben ein BPM-Tool programmiert, das alle Funktionen beherrscht, die auch reine BPM-Produkte können und dieses dann auf unsere SOA-Plattform aufgesetzt«, erklärt Susan Ganeshan, Senior Vice President Product Management der Software AG, im Gespräch mit der Computerwelt.

NUR MEHR EIN REPOSITORY Bisher mussten IT-Abteilungen ihre SOA- und BPM-Komponenten in unterschiedlichen Registries verwalten, was unvermeidlich zu Unstimmigkeiten zwischen SOA- und Prozessoptimierungsprojekten führte. Durch die Kombination mit CentraSite ActiveSOA legt Webmethods 8.0 alle Komponenten – Web Services ebenso wie integrationsrelevante Services und Geschäftsprozessmodelle, KPI etc. – in einem einzigen gemeinsamen Repository ab. Diese Vereinheitlichung von Prozess- und SOA-Governance bietet IT- und Fachanwendern die zur Zusammenarbeit erforderliche Transparenz und stellt direkte Beziehungen zwischen SOA-Komponenten und Fachprojekten her.

»Es gibt da einen ganz eindeutigen Nutzen in beide Richtungen«, so Ganeshan. »Wenn IT-Abteilungen ein SOA-Projekt starten wollen, haben sie gegenüber der Business-Seite meist eine schwierige Position, da die bei SOA nur blablabla hört. Wird die SOA aber mit einer Prozessverbesserung verknüpft, kann man gegenüber den Fachabteilungen mit schnellerer Reaktionszeit bei Veränderungen und weniger Risiko argumentieren. Das versteht die Business-Seite dann.« Aus der anderen Richtung betrachtet sind gewisse Teile der Prozesse eines Unternehmens gleich. Wird BPM mit SOA kombiniert, muss man nicht bei jeder Prozessoptimierung bei Null anfangen. »Zusammen sind SOA und BPM ein Garant für langfristigen Erfolg«, erklärt Ganeshan.

SCHNELLERE EINFÜHRUNG Laut Berechnungen der Software AG können Anwenderunternehmen mittels der verbesserten Funktionen den Zeit- und Kostenaufwand beim Einbinden von Systemen und Partnern um mindestens 25 Prozent senken. Diese Beschleunigung beruht vor allem auf der Tatsache, dass Entwickler mit Webmethods 8 erstmals eine einheitliche, auf Eclipse basierende Design-Umgebung für die Planung, die Implementierung und das Management von Projekten über alle SOA-, BPM- und Integrationslebenszyklen hinweg erhalten. »Das Prozessmodell und die dafür notwendigen Daten sind im Planungstool genau die gleichen wie in der Test- und Simulationsumgebung«, erläutert Ganeshan. »Die verbesserte Integration dieser Bereich erlaubt schnelleres Design, schnellere Tests und im Endeffekt eine schnellere Einführung von Prozessverbesserungen.«

Neu mit dabei in Webmethods 8 sind darüber hinaus Business-Intelligence-Funktionen (BI). Die Software AG kooperiert in diesem Bereich mit dem von IBM übernommenen BI-Anbieter Cognos und hat dessen Tools komplett in Webmethods 8 integriert. Jedes Unternehmen das ab sofort eine Webmethods-Lizenz erwirbt, kauft damit auch eine Cognos-Lizenz, die allerdings auf die Nutzung mit Software der Software AG beschränkt ist. Dazu gibt es fünfzig vorgefertigte Reports.

SELBSTSTÄNDIGE USER Eine weitere Neuigkeit ist der sogenannte Self-Service. Über diesen Dienst sollen sich die Anwender aus den Fachabteilungen intelligente Anwendungen und persönliche Arbeitsbereiche selbst erschließen können. »Self-Service ist ein Schritt zu mehr Selbstständigkeit für Information Worker«, erklärt Ganeshan. Dazu sei es notwendig, dass die User Zugriff auf alle notwendigen Anwendungen haben, ohne selbst programmieren zu müssen. Bis 2015, so die Schätzung von Ganeshan, könnte diese Vision Realität sein. »Voraussetzungen dafür sind eine sehr solide IT-Infrastruktur sowie dynamische Anpassung an Veränderungen.« Und so schließt sich auch der Kreis, denn dazu sind wieder SOA und BPM notwendig.

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