Die Roaming-Falle: Mobiles Surfen kann teuer kommen Detail - Computerwelt

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01.07.2009 Roland Kissling

Die Roaming-Falle: Mobiles Surfen kann teuer kommen

Österreicher surfen meist über mobiles Breitband. Im Ausland kann das teuer werden.

Laut einer unabhängigen Marktanalyse von Kreutzer & Partner ist Österreich bei der Verbreitung von mobilem Breitband europaweit mit 29 Prozent klar in Front, noch vor Irland mit 22 Prozent und Dänemark mit 19 Prozent. Mobile Datendienste werden von privaten Konsumenten mehr als in Unternehmen genutzt, aber gerade hier hängt ein Damoklesschwert über den Benutzern: Durch Konsumenten-feindliche Preismodelle steigt das Risiko von immensen Nachzahlungen. Besonders im Urlaub und bei Überschreitungen von Datenkontingenten wird das mobile Surfen teuer: Laut einem aktuellen Test der Arbeiterkammer (AK) bei sechs Anbietern über die Roamingkosten für Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und der Türkei kann die Roaminggebühr zum Beispiel für den Versand eines Fotos mit einem Megabyte im Extremfall bis zu knapp 21 Euro ausmachen. Surfen und Mailen kostet im Inland durchschnittlich zehn Cent pro MB, im Ausland das 70-fache (7,79 Euro). Der Verbrauch von 200 MB kann so bis zu 4.000 Euro ausmachen. Zwar gilt ab 1. Juli 2009 eine neue EU-Verordnung mit einer Datenroaming-Höchstgrenze innerhalb der EU mit maximal einem Euro pro MB, allerdings betrifft diese nur Vorleistungsentgelte, also jene Beträge, die sich Netzanbieter untereinander verrechnen. Für Konsumenten gibt es beim Datenroaming aktuell noch keine Höchstgrenzen.

Und das wird seitens mancher Betreiber schamlos ausgenutzt. Laut Daniela Andreasch von der Rundfunk und Telekom Regulierung (RTR) gab es bei der Schlichtungsstelle im Jahr 2008 genau 697 Streitfälle zu mobilen Datendiensten, was gut 13 Prozent aller 5.226 Streitfälle entspricht. Heuer soll diese Zahl regelrecht explodieren. Laut Hochrechnungen zum ersten Quartal wird es 2009 rund 1.100 Streitfälle mit mobilen Datendiensten geben, was bereits ein Viertel aller Fälle ausmachen würde.

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