Vom Statussymbol zum Alltagsbegleiter Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


02.07.2009 Alex Wolschann/apa

Vom Statussymbol zum Alltagsbegleiter

Innerhalb von zehn Jahren hat sich das Handy vom Statussymbol zum Alltagsbegleiter gewandelt, der für 52 Prozent unverzichtbar geworden ist.

Ein Leben ohne Handy, das kann sich offensichtlich niemand nicht mehr vorstellen: Innerhalb von zehn Jahren hat sich das Mobiltelefon vom Statussymbol zum Alltagsbegleiter gewandelt, der für 52 Prozent der Österreicher unverzichtbar geworden ist. Da der Meinungsforscher GfK seit 1999 jährlich für die Mobilkom eine Studie zum Thema Handy-Nutzung erstellt und dafür insgesamt schon 10.000 Personen befragt hat, konnte dieser Trend gut beobachtet werden.

"Die Mobilkommunikation hat viele Verhaltensweise und vor allem die Art, wie wir miteinander kommunizieren deutlich verändert", erklärte Rudolf Bretschneider von GfK bei der Präsentation. Das Handy ist ein ständiger Begleiter: Mehr als drei Viertel tragen es immer bei sich, für ein Drittel muss es ständig im Blickfeld sein.

Sind die Österreicher unterwegs, so kommt nur ein Gegenstand öfter als das Mobiltelefon mit - die Geldbörse (94 Prozent). Damit ist das Handy für die Befragten wichtiger als die Kredit- bzw. Bankomatkarte (82 Prozent), der Führerschein (69 Prozent) und die Öffi-Fahrkarte (33 Prozent).

Auch die Anzahl der Telefonate ist deutlich gestiegen, denn an Wochentagen wird heute durchschnittlich elfmal zum Handy gegriffen, 1999 waren es noch achtmal. Wer glaubt, dass immer Frauen die Vieltelefonierer sind, der irrt. Laut GfK-Daten telefonieren nämlich Männer wochentags um 20 Prozent mehr als das weibliche Geschlecht.

Zumindest am Wochenende ist das Verhältnis ausgeglichen. Auch die Zahl der versendeten SMS ist massiv gestiegen: Heute werden im Schnitt 24 Nachrichten pro Woche verschickt - das ist viermal so viel wie vor zehn Jahren (sieben SMS pro Woche). Besonders gerne "smsen" Frauen: Handy-Nutzerinnen verschicken mit 29 wöchentlichen Kurznachrichten fast doppelt so viele wie ihre männlichen Kollegen (15 SMS).

Eines wollen Männer und Frauen aber offensichtlich gleichermaßen: erreichbar sein. Blieb es zum Beispiel 2002 unter der Woche noch fünf Stunden pro Tag aus, so sind es heute nur mehr vier Stunden. Dafür wird das Mobiltelefon nun öfter auf lautlos geschaltet: 2002 war es unter der Woche noch zwei Stunden täglich ohne Klingelton, so sind es heute fünf Stunden.

PRIVATES IN DER ÖFFENTLICHKEIT Privates bleibt nicht mehr privat: 1999 verschob die Hälfte der Handyuser persönliche Gespräche in öffentlichen Situationen auf später, heute sind es nur mehr 35 Prozent. Bei beruflichen Themen ist die Tendenz umgekehrt: Vor zehn Jahren wurde ein Viertel der Gespräche auf später verlegt, heute sind es 43 Prozent. Die meistgenutzten Funktionen am Handy sind Uhr (91 Prozent), Wecker (87 Prozent) und Kalender (69 Prozent).

Immer beliebter wird die Kamera: Heute nutzen sie 69 Prozent - das ist ein Zuwachs von 60 Prozent im Vergleich zu 2006. Besonders gerne werde die Funktionen von Zwölf-bis 18-Jährigen genutzt: 87 Prozent machen Fotos, 80 Prozent hören Musik und 78 Prozent spielen am Mobiltelefon. Junge Menschen bis 24 Jahren ist es besonders wichtig, ein topaktuelles Handymodell zu besitzen (42 Prozent). Neun Prozent legen sich mindestens einmal in Jahr ein neues Gerät zu.

Das Alter, in dem Kinder nach Meinung der Österreicher ihr erstes Handy bekommen sollten, lag 1999 bei 14 Jahren, heute bei zehn Jahren - ein Wert, der seit 2006 unverändert blieb. Einer der Gründe dafür ist, dass das Mobiltelefon für Kinder und Jugendliche als wichtiger Sicherheitsfaktor gilt. Für 92 Prozent der Eltern ist es beruhigend zu wissen, dass sie ihre Kinder über das Handy erreichen können.

SICHER MIT DEM HANDY Egal ob beim Sport oder im Urlaub: Sind die Österreicher unterwegs und haben ihr Handy dabei, so fühlen sie sich sicherer. Das ergab eine Umfrage, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der Mobilkom Austria zwischen März und April unter 1.100 Handy-Benutzern ab zwölf Jahren durchgeführt hat. Bereits 54 Prozent der Österreicher befanden schon in Notsituationen, wie zum Beispiel einem Verkehrs- oder Sportunfall, wo das Mobiltelefon hilfreich war.

Das Handy als sicherer Begleiter: 89 Prozent der Österreicher fühlen sich wohler, wenn sie beim Sport erreichbar sind, 73 Prozent wenn sie im Ausland unterwegs sind. Das ist auch der Grund, warum 37 Prozent der Österreicher ihr Mobiltelefon auf Reisen mitnehmen und dort auch eingeschaltet lassen. Besonders wichtig ist den Befragten, Notrufe tätigen zu können (22 Prozent), für Personen, die ihnen wichtig sind, erreichbar zu sein (14 Prozent) und einen flächendeckenden Empfang zu haben (13 Prozent).

Nicht nur die Erreichbarkeit, sondern auch Funktionen wie Kamera, Navigation oder Internet tragen zum persönlichen Wohlbefinden bei. Etwas mehr als drei Viertel der Österreicher gaben an, dass ihnen diese Funktion bei Unfällen Sicherheit gibt. 87 Prozent sind auch der Meinung, dass das Handy die Sicherheit erhöht, wenn man alleine unterwegs ist, wie zum Beispiel ein Kind am Schulweg. Aus diesem Grund sind auch knapp 80 Prozent der Befragten dafür, dass Kinder ein Mobiltelefon haben sollten. 92 Prozent erachten das Gerät auch als wichtig für ältere Menschen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: