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03.07.2009 Michaela Holy

Careesma und Motary öffnen den Arbeitsmarkt für eingeschränkte Menschen

Unternehmen können auf Careesma ihre Stellenanzeigen mit Symbolen versehen, die angeben ob der Job für Kandidaten mit Einschränkungen in Frage kommt.

Oftmals haben behinderte Menschen besondere Fähigkeiten. Obwohl rund 20 Prozent der europäischen Bevölkerung bewegungseingeschränkt ist, hat der Arbeitsmarkt bis dato das Potenzial dieser Zielgruppe nicht ausgeschöpft. "Das Potenzial von behinderten Menschen wird oft unterschätzt", erklärt Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Behindertensprecher. "Wolfgang Reithofer sitzt im Elektro-Rollstuhl und leitet derzeit noch die internationale Firma Wienerberger, Helene Jarmer ist gehörlos und Abgeordnete zum Nationalrat, die Firma Siemens bildet seit Jahren erfolgreich gehörlose Lehrlinge im Bereich der Technik aus." Deshalb öffnet "Career Moves", eine Initiative der online-Jobbörse Careesma und dem Netzwerk für Bewegungseingeschränkte Motary, den Arbeitsmarkt für körperlich behinderte Menschen.

"Als einer der führenden online-Jobbörsen in Österreich möchten wir dazu beitragen, dass körperlich behinderte Menschen als Leistungsträger am Arbeitsmarkt wahrgenommen werden", erklärt Wolfgang Kowatsch, Careesma-Country-Manager. "Ab sofort können auf Careesma.at alle Jobangebote mit Symbolen versehen werden, die kennzeichnen ob die Arbeitstätigkeit auch mit einzelnen Einschränkungen optimal ausgeübt werden kann." Detaillierte Information gibt es hier.

Aktuelle Jobvermittlungsprojekte für behinderte Menschen bringen meist das persönliche Schicksal und spezielle Förderungen in den Vordergrund. "Wesentlich wichtiger ist jedoch die Arbeitskraft, die persönliche Leistung des Job-Suchenden", betont Gregor Demblin, Geschäftsführer von Motary Österreich und selbst Rollstuhlfahrer. Derzeit bevorzugen viele österreichische Unternehmen, die Behindertenquoten pro 25 Mitarbeiter erfüllen müssen, eine Abschlagszahlung zu leisten anstatt Menschen mit Einschränkungen anzustellen.

"Career Moves soll alle Unternehmen ansprechen und nicht nur jene, die von vornherein bereit sind, Menschen mit Behinderung einzustellen", so Kowatsch. "Wir wollen Menschen mit Fähigkeiten vermitteln. Darum ist es uns sehr wichtig, dass sich alle Kandidaten, körperlich eingeschränkt oder nicht, direkt bei den Firmen der bevorzugten Region oder Kategorie bewerben können. So stellen wir sicher, dass die Leistung des Einzelnen nicht dessen Einschränkung im Vordergrund steht." Die Initiative ermöglicht den Unternehmen nicht nur ihren Zugriff auf kompetente Leistungsträger zu erweitern, sondern sich auch als attraktiver Arbeitgeber mit einem hohen Level an sozialer Verantwortung zu positionieren. Firmen können auf dies auf der Webseite gezielt kommunizieren.

Jobangebote können mit drei verschiedenen Career-Moves-Symbolen versehen werden. Bereits einige Firmen wie das Rote Kreuz, die Werbeagentur Interwest und die I.K. Hofmann Personalberatung haben ihre Jobofferte mit Career-Moves-Symbolen gekennzeichnet.

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