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13.07.2009 Rudolf Felser

Bummelzug E-Health in Österreich

Bei einer Veranstaltung der OVE-GIT wurden wichtige Fragen zum Thema E-Health und der als Ziel gesteckten Innovationsführerschaft erörtert.

Sind wir in Österreich in der Lage, im Bereich E-Health eine Rolle als Innovationsführer einzunehmen, um dadurch einerseits das modernste Gesundheitssystem Europas zu gestalten und andererseits einer österreichischen Hochtechnologieindustrie wichtige Wachstumsimpulse zu geben? Diese Frage diskutierten hochrangige Vertreter des österreichischen Gesundheitswesens im Rahmen des "12. Gabelfrühstücks der Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnik des Österreichischen Verbandes für Elektrotechnik" (OVE-GIT), der eigenen Angaben zufolge alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik repräsentiert.

Hans Jörg Schelling, der (unter anderem) Vorsitzende des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungen und UBIT-Funktionär, nannte als eine der großen Herausforderungen für die Gesellschaften in den industrialisierten Staaten die Sicherstellung des hohen Standards der medizinischen Versorgung. Er appellierte an die herstellende IKT-Industrie, Technologien und Lösungen zur Verfügung zu stellen, welche einen echten Mehrwert für die Bedarfsträger, also Patient, Arzt oder Versorgungseinrichtungen, generieren und gleichzeitig die Komplexität des österreichischen Gesundheitssystems berücksichtigen. Einen ähnlich hohen Stellenwert wie in der Krankenversorgung werden E-Health-Anwendungen künftig in der Pflege und Altenbetreuung einnehmen, sieht auch Walter Marschitz, Bundesgeschäftsführer des Österreichischen Hilfswerks, großen Bedarf an innovativen technischen Lösungen.

"Wenn Innovationen darüber hinaus in der Gesundheitsvorsorge unterstützend wirken und beispielsweise soziale Prozesse verbessern kann, hat Österreich es geschafft, die Technik in den Dienst der Menschheit zu stellen und spart in weiterer Folge Ausgaben für die Krankenversorgun", ergänzte Gabriele Sprengseis, Leiterin des Forschungsinstitutes des Roten Kreuzes. Alle Vertreter am Podium betonten einhellig, dass bei der Weiterentwicklung von E-Health-Anwendungen nur ein gemeinsames Vorgehen aller Stakeholder - Ärzte, Patienten, Gesundheits- und Forschungseinrichtungen, Finanzierer, Hersteller etc. - den gewünschten Erfolg bringen kann.

Helmut Leopold, Leiter des Safety & Security Departments im AIT Austrian Institute of Technology (vormals ARC) und Präsident der OVE-GIT, führte durch die Diskussion. Resümierend ging Leopold auf die Motivation der OVE-GIT ein, sich des Themas E-Health anzunehmen: "Der Einsatz von neuen Technologien im Bereich E-Health ist einerseits für den Wirtschaftsstandort Österreich enorm wichtig, andererseits schaffen E-Health-Technologien überhaupt erst die Basis, um die Herausforderungen des zukünftigen Gesundheitssystems zu bewältigen." Die OVE-GIT will als Plattform, die Wissenschaft und Wirtschaft zusammenführt, dieses Thema weiter proaktiv verfolgen. (pi/rnf)

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