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15.07.2009 Dietmar Schnabel*

Eine Frage der Infrastruktur: Videokonferenzen richtig aufsetzen

Viele Unternehmen denken derzeit über den Einsatz von Videokonferenzen nach.

Video-Kommunikation erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wegen der Finanzkrise beginnen Unternehmen damit, konkret über den Einsatz von Videokonferenzen nachzudenken. Die Vorteile sind dabei zweierlei: Einerseits können sie ihre Kosten für Geschäftsreisen erheblich senken. Andererseits aber – im Gegensatz zu E-Mail oder Telefonkonferenz – gleichzeitig auch ein Mindestmaß an persönlichem Austausch ermöglichen. Einige einfache Tipps helfen, bei Videokonferenzen oftmals auftretende Probleme wie Artefakte, ein »eingefrorenes Bild« oder Zeitverzögerungen zu vermeiden und ermöglichen es, hochwertige Videokonferenzen auch über bestehende IP-Netzwerke zu realisieren.

Zunächst sollten Unternehmen überprüfen, ob ihr Netzwerk für den Betrieb von Videokonferenzen ausgelegt ist. Denn viele Firmen wissen in der Praxis nur wenig darüber, welche Anwendungen eigentlich über ihr Netzwerk laufen und ob nicht etwa »Freizeitanwendungen« wie Youtube ihren Videokonferenzen Bandbreite stehlen. Unternehmen sollten ihre Netzwerkinfrastruktur so anpassen, dass sie hochwertige Videokonferenzen übertragen kann. Dazu ist es notwendig, immer genügend Bandbreite bereitzustellen. Ist die vorhandene Bandbreite zu knapp, so können Technologien für Application Delivery Networks (ADN) dabei helfen, diese zu optimieren. Sie weisen zum Beispiel gezielt unternehmenskritischen Anwendungen mehr Bandbreite zu, während sie Freizeitanwendungen ausbremsen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass nicht nur für die Videokonferenz selbst, sondern auch für ihren Aufbau genügend Bandbreite zur Verfügung steht.

Steht eine Videokonferenz, sollten Firmen aber weiterhin die Qualität jeder Videokonferenzsitzung in Echtzeit beobachten, um Qualitätseinbußen sofort zu erkennen und Netzwerkparameter wieder anpassen sowie Fehlerdiagnosen stellen zu können. Auch hierfür liefert ein ADN die notwendigen Technologien und Funktionen. Zudem verfügen Produkte zum Aufbau eines ADN über Kompressionsverfahren wie Header-Komprimierung oder Paketierungstechnologien, die den Datenverkehr für Audio- und Videodaten noch weiter verringern und somit das Netzwerk weiter entlasten.

Bei Einzelplatz-Videokonferenzen mit mehr als zwei Teilnehmern an einem Standort können Stream-Splitting-Technologien eines ADN zum Einsatz kommen. Diese übertragen im ersten Schritt nur einen einzigen Live-Video-Stream an eine Außenstelle und teilen dann im zweiten Schritt die benötigte Anzahl der Streams vor Ort auf. Das spart zusätzlich Bandbreite im WAN und lässt anderen unternehmenskritischen Anwendungen genug Luft, um weiter performant über Weitverkehrsnetze zu funktionieren.

*Der Autor Sales ist Director DACH & Eastern Europe bei Blue Coat Systems.

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