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21.07.2009 Rudolf Felser

Nutzung von Web 2.0 in Österreich

Jeder dritte User hat starke Bedenken, Persönliches auf Social-Networking-Websites zu posten.

Eine aktuelle "Social Media"-Studie rund um die Nutzung von Web 2.0 Plattformen, die von dem österreichischen Online-Research-Institut Marketagent.com in Kooperation mit Netural Communication durchgeführt wurde, bringt interessante Ergebnisse zu Tage: Facebook, StudiVZ und Netlog haben zwar einen besonders treuen und loyalen Nutzer-Kreis mit einer starken Bindung an die jeweilige Plattform. Je jünger die User, desto aktiver sind sie außerdem auf Social-Media-Seiten im Internet. Jeder dritte User hat jedoch starke Bedenken, Persönliches auf Social-Networking-Websites zu posten, jeder Zweite ist diesbezüglich zumindest etwas beunruhigt. Im Rahmen der Erhebung wurden 500 österreichische Nutzer von Social Media Plattformen bzw. Web 2.0-Sites zwischen 14 und 39 Jahren befragt.

Das Pflegen und Knüpfen von Kontakten gehören laut Studienergebnis zu den wichtigsten Motiven, sich auf Social Media Plattformen zu registrieren: Drei von zehn Usern melden sich auf Social-Networking-Websites an, um mit Freunden oder Bekannten Kontakt zu halten (29,3 Prozent). Bei etwa halb so vielen steht die Suche nach neuen Bekanntschaften im Vordergrund (15,9 Prozent). Weitere Motive, sich zu registrieren, sind Gruppendruck (12,6 Prozent), also die Erwartungshaltung von bereits angemeldeten Freunden, und das Aufspüren alter (Schul-)Freunde (8,1 Prozent). Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass je jünger die User sind, desto aktiver sind sie auf Social Media Seiten im Internet.

PERSÖNLICHE BEZIEHUNGEN SIND WICHTIG Das virale Netz spielt bei der Verbreitung von Social-Networking-Sites die größte Rolle: Bei acht von zehn Usern ist Mundpropaganda dafür verantwortlich, dass man auf später besuchte Social-Networking-Websites aufmerksam wurde (81,2 Prozent). 76,6 Prozent der Befragten geben Freunde oder Bekannte und 15,0 Prozent Arbeitskollegen als Impulsgeber Nr.1 an. Knapp jeder Vierte ist zufällig beim Surfen (25.6 Prozent) und 11,2 Prozent sind durch gezieltes Suchen im Internet darauf gestoßen.

Auch der Wirkungsgrad von Social-Media-Plattformen in Bezug auf Kaufentscheidungen ist enorm: So zeigt die Studie, dass rund ein Drittel der Befragten Empfehlungen, die sie über soziale Netzwerke im Internet erhalten, als "sehr" (7,1 Prozent) oder "eher wichtig" (25,0 Prozent) für ihre spätere Kaufentscheidungen einstufen.

DIE BEKANNTESTEN PLATTFORMEN YouTube (gestützte Bekanntheit: 83,4 Prozent), Facebook (70,0 Prozent) und MySpace (66,4 Prozent) gehören laut Studienergebnis zu den drei mit Abstand bekanntesten Social Media Plattformen unter Österreichs Usern, gefolgt von StudiVZ bzw. dessen "Ableger" SchülerVZ und MeinVZ (48,3 Prozent). "Die User der Websites Facebook, StudiVZ/ SchülerVZ/ MeinVZ, Netlog und YouTube zeichnen sich dabei im Vergleich durch ein besonders hohes Maß an Treue, Loyalität und einer starken Bindung an die jeweilige Plattform aus", ergänzt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. "Die durchschnittliche Anzahl an Kontakten pro Plattform liegt im privaten Bereich bei 62. Geschäftliche Kontakte haben die Befragten durchschnittlich 11. Die Mehrzahl ihrer Kontakte kennen die User auch privat, nur in etwa ein Viertel sind reine Online-Kontakte."

Was die Veröffentlichung privater Informationen auf Social-Networking-Websites (persönliche Daten, Fotos, Videos, etc.) betrifft, hat jeder dritte befragte User starke Bedenken, Persönliches auf Web 2.0-Sites zu posten (30,8 Prozent). Rund jeder Zweite ist diesbezüglich zumindest etwas beunruhigt (53,8 Prozent). Insgesamt lässt sich beobachten, dass User der Veröffentlichung privater Informationen im Internet mit steigendem Alter zunehmend kritisch gegenüber stehen. Sind es unter den 14- bis 19-Jährigen nur 16,0 Prozent, die sich Gedanken über die Gefahren machen, so sind es in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen 25,7 Prozent und in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen 43,0 Prozent, die solchen sozialen Netzwerken und Communities diesbezüglich misstrauen ("Ich habe starke Bedenken"). (pi/rnf)

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