Unterseekabel bringt Breitband nach Afrika Detail - Computerwelt

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24.07.2009 Rudolf Felser

Unterseekabel bringt Breitband nach Afrika

Das Glasfaserunterseekabel schafft einen digitalen Highway von Afrika nach Europa. In Marseille ist es an das Netz von Interoute angebunden.

Diese Woche ging das SEACOM-Unterseekabel Betrieb, das Süd- und Ostafrika leistungsstarke Netzwerkverbindungen mit hoher Kapazität zu deutlich niedrigeren Preisen als traditionelle Satellitenleitungen liefern soll. Das 17.000 Kilometer lange interkontinentale Glasfasernetz ist über den Landungspunkt in Marseille an das paneuropäisches Glasfasernetz des Telekommunikationsanbieters Interoute angebunden. Dies bietet Zugang zu den bedeutendsten Geschäftszentren in Europa und anderen Kontinenten.

Zwischen 2000 und 2008 hat sich die Nachfrage nach Bandbreite in der Region enorm erhöht. So stieg die Zahl der Nutzer in diesem Zeitraum laut Internet World Stats vom Ende des letzten Jahres um 1.062 Prozent.

"Die Inbetriebnahme von SEACOM ist ein wichtiger Meilenstein für afrikanische Telekommunikationsunternehmen. Wir freuen uns daran mitzuwirken, indem wir für die Anbindung ans europäische Netz am Landungspunkt in Marseille sorgen. Die Nachfrage nach Bandbreite in Afrika hat das Angebot schon länger übertroffen. Das neue Kabel ist daher von entscheidender Bedeutung für das Business auf dem afrikanischen Kontinent", sagt Jens Leuchters, Country Manager von Interoute für Österreich und Deutschland.

SEACOMs neues Glasfaserkabel verläuft entlang der ostafrikanischen Küste und schafft damit einen digitalen Highway, der Südafrika, Mosambik, Tansania und Kenia mit Europa und Südasien verbindet. Das Kabel erstreckt sich bis Marseille, wo es mit Interoutes Netzwerk verknüpft wird, um von dort nach Europa, Nordamerika und den Nahen Osten zu gelangen sowie einen Zugang zu Interoutes Wholesale- und Enterprise-Kunden zu eröffnen. Das neue Unterseekabel bietet eine Kapazität von 1,28 Terabits pro Sekunde.

"Der heutige Tag ist ein historischer Moment für Afrika und markiert den Anbruch einer neuen Ära für die Kommunikation unseres Kontinents mit den anderen Regionen der Welt. In den letzten 24 Monaten haben wir alle hart daran gearbeitet, dass dieser Tag kommt. Wir sind stolz darauf, das Fundament von Afrikas zukünftiger Infrastruktur mitgestaltet zu haben und jetzt leistungsfähige Breitbandverbindungen zu erschwinglichen Preisen in Ost- und Südafrika bereitstellen zu können", erklärte Brian Herlihy, CEO von SEACOM, Anlässlich der Inbetriebnahme. "Durch die Verknüpfung unseres Netzes mit dem Interoute-Netzwerk stellen wir außerdem einen wichtigen Zugang nach Europa und der gesamten Welt her und öffnen die Region hin zu wichtigen Geschäftszentren weltweit."

"Für Staaten, die sich bei ihrer Kommunikationsinfrastruktur bisher auf teure Satellitenleitungen verlassen mussten, ist diese Verbindung ein wichtiger Fortschritt. Sie erlaubt den Zugriff auf das weltweite Informationsnetz und ermöglicht es lokalen Unternehmen, effektiv und mit hoher Kapazität mit Geschäftspartnern in der ganzen Welt zusammenzuarbeiten", sagt Jens Leuchters abschließend. (pi/rnf)

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