Microsoft saugt Yahoo aus Detail - Computerwelt

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05.08.2009 Christof Baumgartner

Microsoft saugt Yahoo aus

Um Marktführer Google endlich auf dem Online-Werbemarkt entgegentreten zu können, haben die beiden Unternehmen eine Partnerschaft geschlossen.

Microsoft und der Internetspezialist Yahoo haben sich nun doch auf eine Partnerschaft geeinigt und wollen gemeinsam den Online-Werbemarkt anknabbern, der zu einem großen Teil in den Händen von Google liegt. Die Grundlage der Kooperation soll Microsofts neue Suchmaschine Bing sein. Das Abkommen sieht vor, dass die Web-Portale von Yahoo die bisherige eigene Suchtechnik aufgeben und diejenige von Bing übernehmen. Damit erhöht sich die Reichweite der Microsoft-Technik schlagartig um alle Nutzer von Yahoo, und das sind rund 500 Millionen. Yahoo selbst wird sich vermehrt auf den Anzeigenmarkt konzentrieren. Gemeinsam haben beide Unternehmen zumindest in den USA bereits 28 Prozent des Suchmaschinenmarktes inne, weltweit sind es gerade mal elf Prozent. Google ist unangefochtener Spitzenreiter und besitzt in den USA 65 Prozent und weltweit 67 Prozent der Marktanteile.

»Die Vereinbarung gibt uns die Größe und Ressourcen um die Zukunft der Suche zu erschaffen«, ist Microsoft-Chef Steve Ballmer überzeugt. Carol Bartz, Geschäftsführerin von Yahoo, sagte, dass sich ihr Unternehmen jetzt neuen Geschäftsfeldern widmen kann. Gleichzeitig betonte sie, dass auch der Aufsichtsrat des Unternehmens mit der Kooperation einverstanden sei. In letzter Zeit hatte es von dessen Seite Bedenken bezüglich einer Kooperation mit Microsoft gegeben.

Darüber wie der Deal zu beurteilen ist gehen die Meinungen auseinander. Während die einen in der Partnerschaft eine ernsthafte Konkurrenz für Google sehen, glauben andere nicht daran, dass der Zusammenschluss zweier Verlierer (Microsoft musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust hinnehmen) positive Effekte auf die beiden Unternehmen oder die Situation bei Internet-Anwendungen, Online-Anzeigen und Suchmaschinen hat. Einig sind sich die Experten nur darin, dass der Deal nur für Microsoft positive Auswirkungen haben wird. Dass Yahoo die eigene Suchtechnik an Microsoft weiterreiche, sei ein Eingeständnis, dass er mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten kann.

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