Web-Marketing verunsichert Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


05.08.2009 Christof Baumgartner/pi

Web-Marketing verunsichert

Web-2.0-Angebote bringen Unternehmen dazu, über Online-Marketing nachzudenken. Diese sind aber noch unschlüssig.

Die Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell in den Weiten des Web 2.0 ist für viele Unternehmen ein langwieriges Unterfangen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community sagte der Blogger Ritchie Pettauer, dass im Social Web nicht der Aufmerksamkeit erlangt, der am lautesten oder am häufigsten schreit. Einer der zentralen Aspekte sei, über einen längeren Zeitraum im Dialog Kompetenz zu vermitteln. »Das kann nicht durch eine Kampagne mit Ablaufdatum aufgebaut werden«, so Pettauer. Durch das Web 2.0 würden mittelfristig die klassisch getrennten Unternehmensbereiche Werbung, Marketing und Kundenbeziehungsmanagement verschmelzen und damit einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel auslösen. Deshalb sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren seiner Ansicht nach – neben dem richtigen Kontext für die eigenen Werbemaßnahmen – die laufende Optimierung der gesamten Vertriebskette von Werbeschaltungen über den Verkauf bis zur Nachbetreuung.

Es gebe zwar einen Kampf um die Aufmerksamkeit, dennoch sei der Online-Werbemarkt derzeit der einzige, der wachse. »Der Kuchen wird ständig größer«, so Peter Drössler, Obmann des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Die Präsenz im Netz erfordere aber ein völlig anderes Denken als klassische Mediaplanung und eine ständige Weiterentwicklung der Online-Konzepte, weil kein anderes Segment des Werbemarktes so rasanten Veränderungen unterworfen sei. »Derzeit wird viel zu oft Moden gefolgt, ohne eine Strategie zu haben. Außerdem ist die Halbwertszeit der Lösungen, die funktionieren, sehr gering. Zuerst gab es einen Hype um Xing, dann sind alle zu Facebook gegangen«, so Drössler.

Notwendig für eine erfolgreiche Online-Kampagne seien »haargenaue Überlegungen« zu Zielgruppe und Konzept, meint Carmen Hickl-Szabó vom Beratungsunternehmen Seeyou 3.0. Der Online-User erkenne jedoch »Keilertum« und sei verstimmt, sagte Dieter Zirnig von HP in Bezug auf bestehende Probleme in der Branche. Intelligentes Marketing im Netz nutze hingegen die Möglichkeiten, offene Dialoge mit unterschiedlichen Zielgruppen aufzubauen. Doch wie auch in der »realen« Wirtschaft gelte laut Drössler auch in der virtuellen der Grundsatz: »Wenn ihr Produkt nicht interessant oder zu teuer ist, werden auch Facebook oder Twitter nichts nützen.«

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: