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10.08.2009 Rudolf Felser

Forum Mobilkommunikation: Grenzwerte schützen Kinder

Das internationale Grenzwertekonzept der WHO für Mobilfunk sei neuerlich bestätigt worden, so das FMK in einer Aussendung.

Kürzlich wiederholte die Ärztekammer ihre Forderung nach einem Verbot von Mobiltelefonen für Kinder unter sechs Jahren (siehe auch "Ärztekammer fordert Handyverbot für Kinder"). Gerd Oberfeld, Referent für Umweltmedizin der Österreichischen Ärztekammer, verglich die Gefährdung sogar mit dem Rauchen. Studien aus Schweden würden beweisen, dass Personen unter 20 Jahren, die mit ihrem Handy telefonieren, ein fünfmal höheres Risiko hätten, an bösartigen Gehirntumoren zu erkranken, so Oberfeld, der mit der Mobilfunkbranche schon länger auf Kriegsfuß steht (siehe auch "Gerd Oberfeld gibt nicht auf").

Die Antwort der Mobilfunkbranche, genauer gesagt der freiwilligen Brancheninitiative Forum Mobilkommunikation (FMK) – ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer umgehenden ersten Reaktion folgte jetzt der "wissenschaftliche Gegenbeweis": Das internationale Grenzwertekonzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Mobilfunk sei neuerlich bestätigt worden, so das FMK in einer Aussendung. Die deutsche Strahlenschutzkommission hätte in ihrer aktuellen Stellungnahme "Mikrodosimetrie - HF, Biologische Relevanz der Energiedeposition im mikroskopischen Bereich durch Felder des Mobilfunks" den Kenntnisstand zu den Grenzwerten überprüft und sei zum Ergebnis gekommen: "Es besteht daher keine Veranlassung, die bestehenden Grenzwerte zu senken."

"Die in Österreich geltenden Mobilfunk-Grenzwerte sind demnach sicher und schützen auch Kinder, ältere und kranke Personen", erklärt FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier die Bedeutung des Ergebnisses aus seiner Perspektive.

Die Experten sind der Frage nachgegangen, ob es neben den bekannten thermischen Effekten auch bisher nicht bekannte Wirkungen gibt. Aufgrund von Beratungen, Literaturrecherchen und den Ergebnissen eines eigens durchgeführten Fachgesprächs mit ausgewiesenen Experten aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Dosimetrie und theoretischer Elektronentechnik kämen sie ebenso zum Schluss, dass es "nach derzeitiger Faktenlage weder neue theoretische Modelle noch experimentelle Befunde gibt, die das Konzept der SAR-Bestimmung durch makroskopische Dosimetrie in Frage stellen".

Der SAR-Wert (SAR = spezifische Absorptionsrate, gibt an, wie viel elektromagnetische Energie von Funkwellen im Körper aufgenommen wird) soll hinsichtlich der thermischen Effekte sicherstellen, dass sich keine Stelle des Körpers um mehr als 0,1 Grad Celsius erwärmen darf. Im Vergleich dazu erhöht sich die Temperatur eines menschlichen Körpers bei körperlicher Arbeit oder Sport um nicht mehr als ein Grad Celsius. Um alle Menschen ausreichend zu berücksichtigen, wurde der ermittelte Wert für die Wirkungsschwelle mit einem 50fachen Sicherheitspolster versehen und als Grenzwert für elektromagnetische Felder (EMF) für die Öffentlichkeit festgelegt. (rnf)

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