URL-Abkürzer tr.im gibt auf Detail - Computerwelt

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10.08.2009 Rudolf Felser

URL-Abkürzer tr.im gibt auf

Die Netzwerkkosten für den Betrieb seien auf Dauer zu hoch, steht in einem Blog-Eintrag zu lesen. Käufer konnte keiner gefunden werden.

Welchen Einfluss Twitter inzwischen auf das (Privat-)Leben hat, davon konnte man sich letzte Woche im Zuge des Ausfalls der Social-Networking-Plattform wegen einer DDOS-Attacke selbst ein Bild machen. Die Bandbreite an Reaktionen der Online-Gemeinde reichte dabei von öffentlichen Abhängigkeits-Bekundungen bis zum lapidaren "Was, Twitter war down?". Hinter den Kulissen, auf der Ebene professioneller Web-Developer, war der Ausfall von Twitter schon etwas einschneidender – wer sich professionell mit Twitter befasst war von einer Minute zur nächsten "arbeitslos". Soviel nur zur Illustration, wie schnell ein Dienst eine gewisse Bedeutung erreichen kann

Den um Twitter herum hat sich mittlerweile ein kleines Öko-System an Tools und Diensten gebildet, die alle von der Plattform abhängig sind wie von einem Bissen Brot. Darunter fallen auch die sogenannten URL-Shortener, die lange Links platz- und vor allem zeichensparend komprimieren. Zwar gab es diese Webangebote auch früher, ihre Bekanntheit und Nutzung haben mit Twitter allerdings einen explosionsartigen Schub erfahren.

Eines dieser Angebote, tr.im von der US-Firma Nambu Technologies, stellt seinen Betrieb nun ein. Die Netzwerkkosten für den Betrieb seien auf Dauer zu hoch, steht in einem Blog-Eintrag zu lesen. Noch dazu, da die User verständlicherweise nicht bereit seien für die Dienstleistung zu bezahlen. Trotz der Popularität des Dienstes habe sich kein Käufer oder Investor gefunden. Einer der Hauptgründe für das Aus sei aber die Entscheidung des Kurznachrichtendienstes Twitter, den konkurrierenden Dienst bit.ly zum Standard für Einträge zu erklären. Zwar soll dem Blog-Eintrag zufolge der Betrieb bis Ende des Jahres fortgeführt werden, das betrifft allerdings nur bereits abgekürzte URLs, die bis zu diesem Zeitpunkt zur richtigen Adresse weitergeleitet werden. Neue Abkürzungen lassen sich nicht erstellen.

So ganz nebenbei werden dadurch wahrscheinlich nach Ablauf der Frist bis Ende des Jahres ein Haufen im Web noch auffindbarer Twitter-Links unbrauchbar. (rnf)

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