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13.08.2009 Rudolf Felser

Videoüberwachung mit Schutz der Privatsphäre

Kiwi Security Software hat für sein Videoüberwachungssoftware-Modul Privacy Protector das European Privacy Seal verliehen bekommen.

Videoüberwachung und Datenschutz passen oft nicht richtig zusammen (siehe dazu auch "Im Betrieb gibt es keine Privatsphäre"). Das muss nicht sein: Kiwi Security Software, ein Wiener Softwareunternehmen welches sich auf die Entwicklung von Videoanalyseanwendungen spezialisiert hat, hat mitgeteilt, dass die aufwendigen Testverfahren für das "European Privacy Seal" (EuroPriSe) erfolgreich abgeschlossen wurden. Mit dem begehrten Datenschutz-Siegel wird der erfolgreiche Abschluss der Datenschutzertifizierung und damit die Datenschutzkonformität für das automatisierte Videoüberwachungssoftware-Modul Privacy Protector öffentlich dokumentiert. Als Zertifizierungsstelle zeichnete das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) verantwortlich, dass damit die Vereinbarkeit mit den Anforderungen des europäischen Datenschutzrechts bestätigte

Dadurch kann der Privacy Protector ab sofort zur datenschutzkonformen Analyse von Videomaterial an bisher neuralgischen Bereichen in Wohnhäusern, Schulen, Flughäfen, Spitälern, Kaufhäusern und an Arbeitsplätzen eingesetzt werden, ohne die Privatsphäre der Menschen zu verletzen.

UNKENNTLICHMACHUNG IN ECHTZEIT Durch ein besonderes Verfahren werden Personen in Echtzeit, also während der Aufnahme, unkenntlich gemacht, ohne dass sicherheitsrelevante Informationen beeinträchtigt werden, verspricht das Unternehmen in einer Aussendung. So könne zum Beispiel ein Überfall, ein tätlicher Angriff oder ein Unfall auf einer überwachten Strasse, in einer Bahnstation, einem Schulplatz oder in anderen öffentlichen Gebäuden sofort analysiert werden. Nach Erhalt des ebenfalls automatisierten Alarmes können sich Aufsichtspersonen sofort an den Aufnahmeort zuschalten und geeignete Maßnahmen veranlassen.

Je nach Einsatzort, Witterungsverhältnissen und anderen Einflüssen, kann der Supervisor für die Verschleierung und die Bewegungsabläufe zwischen verschiedenen Verpixelungs- und/oder Einfärbungsmodi wählen, die allesamt eine Person unkenntlich machen, aber sie mehr oder weniger optisch vom Hintergrund abheben. Dadurch werden Personen in digital vorliegenden Videobildern so verschleiert, dass eine Identifizierung nicht mehr möglich ist und somit deren Privatsphäre geschützt. Das restliche Videobild bleibt gleichzeitig unverändert. So können Bewegungen und Veränderungen im Umfeld erkennbar gemacht werden, wie beispielsweise der Sturz einer Person, das Entwenden eines Objekts, das Ausbrechen eines Feuers oder, aus aktuellem Anlass, auch das Deponieren von gefährlichen Gütern.

Zusätzlich kann das Videomaterial durch weitere Software-Module von Kiwi Security unverschleiert, aber besonders geschützt aufgezeichnet werden. Je nach Konfiguration kann das Material wiederum verschleiert oder unverschleiert abgespielt werden. Kommt es zu einem Zwischenfall, wie etwa bei einem Diebstahl, kann das verschleierte Videomaterial nur durch ein spezielles Sicherheitssystem geöffnet und eingesehen werden. Liegt ein Vorfall bereits in der Vergangenheit, kann außerdem nach dem Zeitraum des Geschehens forensisch im verschleierten Videomaterial gesucht werden.

Ist der Vorfall als unlautere Handlung identifiziert, kann über eine Zugangsgenehmigung die Verschleierung, begrenzt auf die Zeitspanne des Tatbestands, aufgehoben werden.

Die Eingabe der Zugangsberechtigung öffnet das Video-Datenmaterial für eine Dauer bis zu fünf Minuten. Jeder Zugriff auf die Videodaten wird zusammen mit Benutzer, Datum, Uhrzeit und zugegriffenem Material exakt protokolliert und gesichert. Alle Videodaten werden verschlüsselt abgespeichert und sind vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die Verschleierung sei ohne Passwort nicht aufzuheben, so Kiwi Security. Dadurch soll ausgeschlossen werden, dass unbeteiligte Personen, die zu anderen Zeitpunkten anwesend waren, auch nicht zufällig identifiziert werden können.

Der Privacy Protector kann entweder alleine oder mit weiteren Modulen von KiwiVision verwendet werden. So analysiert der "Queue Detector" den Füllungsgrad von Warteschlangen ohne die Privatsphäre der wartenden Personen zu verletzen. Der "Intrusion Detector" überwacht den Einstieg in Gebäude oder abgesperrte Areale und über den "Direction Controller" wird das unerlaubte Begehen und Befahren von Strassen, Stiegen, Rolltreppen gesichert.

Durch die Verleihung des EuroPriSe Siegels für den Privacy Protector von KiwiSecurity wird erstmalig ein österreichisches Unternehmen ausgezeichnet und bestätigt damit die Visionen seiner Gründer, das Sicherheitsbedürfnis der Menschen zu erhöhen, ohne den Anspruch auf Schutz der Privatsphäre dafür aufzugeben.

Kiwi Security stammt aus dem Wiener High-Tech Inkubator von INiTS und wurde durch Fördermittel von AWS, FFG, ZIT und INiTS unterstützt. INiTS bietet seit dem Jahr 2002 Beratung und Unterstützung für Jungunternehmer mit innovativen Ideen. Das Service richtet sich an Absolventen, Mitarbeiter und Studenten der Wiener Universitäten und Fachhochschulen, die durch eine Unternehmensgründung ihre Geschäftsidee verwerten möchten.(pi/rnf)

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