Centracon deckt starre Arbeitsplatzkonzepte auf Detail - Computerwelt

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26.05.2009 Thomas Mach

Centracon deckt starre Arbeitsplatzkonzepte auf

Vielen Unternehmen mangelt es an Flexibilität bei der Arbeitsplatz-Bereitstellung. Mit gravierenden Folgen, wie eine Studie von Centracon zeigt.

Die flexible Bereitstellung oder Veränderung benutzerindividueller IT-Arbeitsplätze lässt in der Praxis deutlich zu wünschen übrig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Beratungshauses Centracon unter 300 IT-Verantwortlichen. Demnach sei nur jedes siebte Unternehmen in der Lage, Clients für die Mitarbeiter kurzfristig mit den aufgabengerechten Anwendungen und Diensten zu versehen. In knapp einem weiteren Viertel der Firmen könne dies zumindest mit Einschränkungen erfolgen. 64 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen verneinen hingegen, dass sie dabei ein hohes Maß an Flexibilität an den Tag legen können.

"Angesichts der heutzutage allerorts recht hohen Veränderungsdynamik in den Unternehmen erweist sich dies als Hemmschuh", erklärt Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards. Er verweist darauf, dass die organisatorischen Verhältnisse der Firmen einem ständigen Wandel unterliegen würden. "Mal bekommt die Abteilungsstruktur einen neuen Zuschnitt, mal werden Funktionen zentral konsolidiert und mal auf andere Standorte verlagert. Die Mitarbeiter müssen dann immer kurzfristig eine Arbeitsplatzumgebung an ihrem neuen Einsatzort vorfinden, die hinsichtlich der Anwendungen und Services präzise ihrem individuellen Bedarf entspricht." Deshalb bestehe hier die zentrale Herausforderung vor allem darin, die Veränderungsprozesse schnell und flexibel gestalten zu können.

Davon seien die Unternehmen aber noch ein gutes Stück entfernt. Denn als hauptsächliche Flexibilitätsbremse habe die Umfrage ergeben, dass in zwei Dritteln der Unternehmen zu starre Arbeitsplatzkonzepte bestehen würden. Außerdem hätten 59 Prozent der IT-Manager technische Zwänge als Grund angeführt. Und auch bei der Standardisierung von IT-Prozessen und der Einrichtung umfassender Service-Kataloge hätten die Anwenderbetriebe noch enormen Handlungsbedarf.

"Einen wesentlichen Schritt zu mehr Flexibilität und Endgeräte-unabhängigen Konzepten können die Unternehmen durch Nutzung der heutigen Technologien wie der Client- und Anwendungsvirtualisierung machen", unterstreicht Gerhards. Denn durch eine damit verbundene Entkopplung der Anwendungen vom Betriebssystem und den Desktops könnten die herkömmlich starren Arbeitskonzepte aufgebrochen werden. "Damit entzieht man sich den Fesseln technischer Zwänge der Infrastruktur, außerdem kann auf diese Weise auch dem wachsenden Bedarf an mobilen Arbeitsplätzen entsprochen werden." Der Flexibilitätseffekt bestehe darin, dass mittels der Virtualisierung modulare Services angeboten werden können. Zudem lasse sich über Workflows bis hin zu Selfservices ein hoher Automatisierungsgrad bei den Systemen und Prozessen schaffen. "Der Nutzen besteht für die Unternehmen in der Kombination von Flexibilität und Automatisierung."

Noch sei ein solcher Ansatz in den Unternehmen aber zu wenig bekannt. Denn 56 Prozent der befragten IT-Manager gaben dem Geschäftsführer zufolge an, dass es ihnen noch an einem Realisierungsmodell zur Flexibilisierung der IT-Arbeitsplätze mangele.

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