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27.05.2009 Rudolf Felser/apa

Mehr iTunes-Musik für Europa

Apple überlegt, sein iTunes-Musikangebot mehr Europäern als bisher zugänglich zu machen. Dafür müssten aber bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Apple überlegt, sein iTunes-Onlineangebot zum Herunterladen von Musik mehr Europäern als bisher zugänglich zu machen. Dafür müssten aber bestimmte Bedingungen erfüllt werden, berichtete die EU-Kommission in Brüssel nach einem Treffen von Online-Anbietern mit EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Es geht bei der möglichen Öffnung um Verbraucher in EU-Mitgliedstaaten, in denen iTunes bisher nicht angeboten wird, schrieb die Kommission. Voraussetzung sei, dass iTunes "problemlos Mehrgebietslizenzen von Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften erwerben könnte". Bisher orientieren sich Lizenzen vielfach an nationalen Grenzen.

EU-Kommissarin Kroes hatte im September 2008 einen Runden Tisch einberufen, der sich mit der Vereinfachung des Internethandels befassen sollte, damit die Verbraucher die Vorteile und Möglichkeiten des Onlinehandels besser nutzen können. Ein auf dem Europa-Portal veröffentlichter Bericht (PDF) enthält die Schlussfolgerungen des Treffens, zu dem die EU-Wettbewerbskommissarin am 17. September 2008 eingeladen hatte, sowie die Schlussfolgerungen des Folgetreffens am 16. Dezember 2008, auf dem der Online-Musikvertrieb im Mittelpunkt stand. Die Schlussfolgerungen des Berichts kommentierte Kroes wie folgt: "Es besteht eine klare Bereitschaft wichtiger Akteure im europäischen Online-Musikgeschäft, die vielen Hürden zu beseitigen, die es dem Verbraucher heute noch nicht erlauben, die Möglichkeiten des Internets wirklich auszuschöpfen. Ich appelliere deshalb an die großen Akteure dieser Branche und insbesondere an die Musikverlage und Verwertungsgesellschaften, ihre Modalitäten der Lizenzvergabe so schnell wie möglich an das Internetumfeld anzupassen. Auf dem nächsten Treffen des Runden Tisches, zu dem ich in Kürze andere wichtige Akteure des Online-Musikhandels einladen werde, sollen dann die jüngsten Fortschritte erörtert werden."

Mit der Ankündigung von gleichen Preisen für alle Nutzer in der EU beim Herunterladen von Musik aus seinem iTunes-Angebot war Apple im vergangenen Jahr einem drohenden Brüsseler Wettbewerbsverfahren entgangen. Apple sagte damals der Behörde von Kroes eine Vereinheitlichung der Preise zu. Die Wettbewerbshüter stellten daraufhin Ermittlungen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens gegen Apple ein. (rnf/apa)

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