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02.06.2009 Rudolf Felser/apa

Bing schon gestartet

Microsoft hat auch in Österreich seine neue Internet-Suchmaschine gestartet, die der Konkurrenz das Fürchten lehren soll.

Es hat "Bing" gemacht: Microsoft hat seine neue Internet-Suchmaschine gestartet, von der sich der Windows-Konzern einen großen Sprung bei der Aufholjagd zum Marktführer Google erhofft. Bing – zuvor unter dem Codenamen Kuma bekannt – löst das bisher mäßig erfolgreiche Angebot Windows Live Search ab.

Microsoft verspricht, dass die Nutzer mit Bing Informationen schneller als bisher finden können. Die österreichische Variante ist – so wie auch die deutsche – vorerst noch in einer Beta-Version verfügbar. Das bedeutet, dass sich nur die Optik geändert hat.

Noch könne man nicht viel über die Qualitäten sagen, die in dem neuen Produkt stecken, sagte der Suchmaschinen-Experte Dirk Lewandowski, Professor an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Erste seriöse Ergebnisse würden vermutlich erst im Herbst zu erwarten sein. Auf den ersten Blick seien aber einige gute Ansätze erkennbar. "Insgesamt bietet Bing aber nichts spektakulär Neues", lautet das Urteil des Experten. Mit seinen Neuerungen gehe Bing in die gleiche Richtung, die derzeit alle Suchmaschinen einschlagen.

Nach Einschätzung von Michael Arrington, Gründer des einflussreichen Blogs "TechCrunch", hat Microsoft mit Bing aber einen großen Sprung nach vorn gemacht. "Selbst wenn es (Bing) nicht so gut wie Google ist, ist es verdammt nahe dran", so Arrington. Derzeit lässt Google nach Zahlen der Marktforscher von ComScore allein im US-Markt mit einem Marktanteil von rund 64 Prozent die Konkurrenz Yahoo (mit 21 Prozent) und Microsoft mit einem Marktanteil von gerade acht Prozent weit abgeschlagen zurück.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte Ende der vergangenen Woche den Start von Bing angekündigt. Um das Angebot populärer zu machen, plant der Software-Konzern eine bis zu hundert Mio. Dollar teure Werbekampagne. Das dürfte auch einer der größten Unterschiede zum Mitbewerb sein: Das viele Geld, das dahintersteckt. Gemeinsam mit dem nun, im Vergleich zum Vorgänger Windows Live Search, unkomplizierten Namen Bing könnte Microsoft tatsächlich Marktanteile gut machen. Fraglich bleibt, ob sich das über die Jahre "festgefahrene" Suchverhalten der Nutzer überhaupt grundlegend ändern lässt.

Für das deutsche Angebot, das vorerst noch in einer Beta-Version verfügbar ist, hat Microsoft Inhalte des Verbraucher-Portals Ciao integriert. Vor allem beim Einkaufen im Netz oder der Reiseplanung soll Bing dadurch bessere Ergebnisse liefern. Das Magazin "Wired" hebt nach einem ersten Kurztest der amerikanischen Suchmaschine unter anderem hervor, dass Bing zum Beispiel eine seiner Stärken bei der Reiseplanung hat. Der Nutzer komme mit einem Klick in einen Servicebereich, in dem er Tickets kaufen, Preise vergleichen und Reservierungen vornehmen kann. (rnf/apa)

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