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04.06.2009 Rudolf Felser/apa

Parallelnutzung von TV und Internet

Immer mehr Europäer seien parallel zum Fernsehen auch im Internet unterwegs, teilte der Branchenverband der Online-Vermarkter EIAA mit.

Internet und Fernsehen werden von jungen Medien-Nutzern zunehmend zeitgleich konsumiert. Immer mehr Europäer seien parallel zum Fernsehen auch im Internet unterwegs, teilte der Branchenverband der Online-Vermarkter EIAA mit. Mit einem Anteil von inzwischen 22 Prozent unter den Befragten sei die Gruppe der "Multi-Tasker" im Vergleich zum Vorjahr europaweit deutlich um 38 Prozent gestiegen.

Die Mehrheit der "Parallel-Nutzer" sei europaweit unter 35 Jahre alt. Insgesamt seien in Europa 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent der 25- bis 34-Jährigen vor dem Fernsehbildschirm gleichzeitig auch im Netz unterwegs. Die Gruppe der Parallel-Nutzer zeichne sich auch als besonders einkaufsfreudige Zielgruppe aus.

Für die Studie wertete der Verband im September 2008 mehr als 9.000 Interviews in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien und den Niederlanden aus. Zahlen für Österreich gibt es nicht, es lassen sich aber Vermutungen anstellen. Integral Markt- u. Meinungsforschung beobachtet die Webnutzung in heimischen Haushalten seit 1996 mit seinem Austrian Internet Monitor-Consumer (AIM-C; parallel dazu wird die Business-Nutzung mit dem AIM-B untersucht; siehe dazu auch "Heimische Nutzer lieben Facebook"). "Das ist ein Trend der sicher verstärkt wird durch die wesentlich gestiegene Nutzung von Netbooks und Laptops bzw. durch die Verbreitung von WLAN, das eine größere Flexibilität schafft. Wir haben zwar keine konkreten Zahlen zur Simultan-Nutzung, aber aufgrund der technischen Gegebenheiten ist es sehr naheliegend, dass es in Österreich ähnlich aussieht. Was die Nutzung von Notebooks betrifft: Im ersten Quartal 2008 war in 46 Prozent der österreichischen Haushalte ein Laptop vorhanden, im ersten Quartal 2009 waren es schon 54 Prozent", so Sandra Cerny, Studienleiterin bei Integral mit dem Schwerpunkt Austrian Internet Monitor, im Gespräch mit Computerwelt.at. Die TV-Nutzung sei ungebrochen und habe eine nahezu hundertprozentige Abdeckung erreicht, so Cerny. Was die stärkere Parallelnutzung ausmache sei die stärkere Internetnutzung, die kontinuerlich weiter wachse – wenn auch mit geringeren Wachstumsraten als um die Jahrtausendwende.

Aber wie verteilt sich bei dem gleichzeitigen Konsum die Aufmerksamkeit der Nutzer? "Das ist ein völlig unterschiedlicher Zugang des Medienkonsums. Fernsehen ist mehr oder weniger passiv, man nimmt auf was am Bildschirm passiert. Im Internet wählt man aktiv den Inhalt aus, den man sich ansehen möchte. In diese Richtung tendiert dann natürlich auch die Aufmerksamkeit", so die Marktforscherin abschließend. (rnf/apa)

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