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05.06.2009 Rudolf Felser

Erste Erfahrungen mit ELGA

Im Mai trafen sich über hundert Experten auf der Spital 2009 in Wien.

Am 19. und 20. Mai 2009 trafen sich über hundert Experten auf der "Spital 2009" in Wien. Zwei Fachkonferenzen am selben Ort zur gleichen Zeit gaben Führungskräften und IT-Verantwortlichen aus den österreichischen Spitälern sowie der Industrie die Möglichkeit zum Wissenstransfer und Ideenaustausch – Networking, wie man so sagt.

Harald Gaugg (Gesundheitsfonds Steiermark), Martin Gleitsmann (Wirtschaftskammer), Harald Mayer (Österreichischen Ärztekammer) sowie Michael Heinisch (Vinzenz-Gruppe) diskutierten zum Auftakt der Veranstaltung über die Finanzknappheit im Gesundheitswesen sowie Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Defizitentwicklung der Krankenkassen. Darüber, dass es zu Einsparungen kommen muss, waren sich alle Beteiligten einig. Über den Weg dahin stritt und diskutierte man im Zuge der Veranstaltung lebhaft.

In der Umsetzung der ELGA liegt eine Möglichkeit Effizienzpotenziale zu heben (siehe auch "ELGA: Bedenken und Alternativen"). Nicht aber ohne die nötigen Strukturanpassungen im österreichischen Gesundheitswesen, so Alexander Schanner, Programm-Manager von der Arbeitsgemeinschaft Elektronische Gesundheitsakte (Arge Elga). Trotz Verzögerung bei der Beschlussfassung zur ELGA haben in der Zwischenzeit Spitäler und Gesundheitsdienste-Anbieter Projekte zur Vernetzung des intra- und extramuralen Bereichs begonnen.

Eine ELGA im Miniformat stellte Thomas Schabetsberger, Leiter der Forschungsgruppe für E-Health und Telemedizin der UMIT, am Beispiel des Gesundheitsnetzwerkes Tirol (GNT) vor. ELGA-kompatibel durch IHE-konformität waren Schlagworte die zeigten, dass auch ohne politische Vorgaben die praktische Umsetzung des ELGA-Gedankens in Österreich vorangeht – und das zur Zufriedenheit der Projektverantwortlichen.

Wie sich Patienten im ELGA-Netzwerk identifizieren lassen erklärte Theo Wilhelm von ITH icoserve technology for healthcare und demonstrierte die künftigen Aufgaben von Krankenhausinformationssystemen (KIS) in einer stark vernetzten Gesundheitslandschaft. Die KIS werden künftig nicht nur Informationen innerhalb eines Spitals verwalten sondern dafür Sorge tragen, dass Patientendaten auch Spitalsübergreifend zugänglich sind.

Zahlreiche Aussteller wie T-Systems, IBM oder Alcatel-Lucent Austria stellten auf der Spital 2009 Lösungen vor, die die ELGA optimal nutzen. Den Zugang zur digitalen Gesundheitswelt erhalten Ärzte und Patienten über Terminals in Spitälern oder über web-basierende Portal-Systeme vom Heim-Rechner aus. Neue Märkte erschließen und die Nachfrage nach mehr Gesundheitsdienstleistungen befriedigen ist Ziel und zugleich Hoffnung einer stark wachsenden Gesundheitsindustrie.

Neben der Effizienzsteigerung durch eine homogene IT-Infrastrukturen standen Themen wie die Einführung und Umsetzung von OP-Management, Auswirkungen des Anti-Korruptionsgesetzes auf den medizinischen Alltag sowie Diskussionen zum Nutzen von Gesundheitszentren und mögliche Probleme bezüglich des Datenschutzes bei der ELGA-Umsetzung im Fokus der Veranstaltung. (pi/rnf)

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