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16.06.2009 Christof Baumgartner

ACP will aus der Rezession gestärkt hervorgehen

Das IT-Systemhaus konnte eine Umsatzsteigerung verzeichnen.

Das heimische IT-Systemhaus ACP konnte im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatz von 349,6 Millionen Euro erwirtschaften, was einem einen Umsatzzuwachs von neun Prozent entspricht. Vor allem der Bereich Dienstleistungen konnte mit einem Plus von 46 Prozent stark zulegen.

Doch trotz des positiven Jahresabschlusses geht die derzeit anhaltende Wirtschaftskrise auch an ACP nicht spurlos vorbei. "Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde in der zweiten Hälfte deutlich von der Krise beeinflusst", sagt Rainer Kalkbrener, CFO der Gruppe. Doch man habe die Umstände früh genug erkannt und bereits mit Ende des dritten Quartals Maßnahmen zur Kostenreduzierung gesetzt. Unter anderem mussten 80 Mitarbeiter gehen. Dafür war das Unternehmen mit Ablauf des Geschäftsjahres schuldenfrei und konnte auch ein operativ positives melden.

"Die vergangenen Monate haben wir genutzt, um uns für ein schwieriges Jahr fit zu machen. ACP steht stabil und solide da und wird aus der Rezession gestärkt hervorgehen", sagt Urs Fischer; seit Jänner des Jahres ist der Schweizer Geschäftsführer der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2008/09 baute ACP vor allem den Bereich Dienstleistungen aus, der um 46 Prozent gesteigert werden konnte. Treiber dabei sind laut Fischer Managed Services. "Der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtumsatz wuchs damit auf 19 Prozent an. Im laufenden Jahr wollen wir diesen Anteil weiter erhöhen und auf über 20 % des Gesamtumsatzes kommen", so Kalkbrener.

PAY PER PRINT-MODELL Im Hardware-Bereich stieg der Absatz von Druckern am stärksten an. ACP verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr um 40 Prozent mehr Laserdrucker gegenüber dem Vorjahr. Einer der Gründe dafür sieht Fischer in innovativen Preismodellen wie "Pay per print": Der Kunde zahlt keinen Kaufpreis, sondern ein Entgelt je nach Nutzung, zum Beispiel pro gedruckter Seite. Dieses Modell diene auch als Muster für die Strategie der ACP Gruppe: Immer mehr IT-Leistungen sollen künftig in Form von Service-Paketen angeboten werden. "Die Unternehmen kaufen ihre IT dann nicht mehr, sondern beziehen sie als Service gegen ein monatliches Entgelt. Diese Form erweist sich gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten als attraktiv, weil die Unternehmen dadurch grössere Investitionen vermeiden können", so Fischer weiter.

ACP ist vor allem in Österreich, in Süddeutschland und in der deutschsprachigen Schweiz aktiv. Im letzten Jahr wurden die Unternehmen SWS Computersystems (D), Cubido Business Solutions (Ö) und System Oberland (D) in die ACP Gruppe integriert. Nach dem Mitarbeiterbau Ende des dritten Quartals stieg die Zahl der Mitarbeiter wieder von 897 Ende 2007/08 auf 1.021 Ende 2008/09.

"MIESE STIMMUNG IST VORBEI" Für das laufende Jahr ist Fischer verhalten zuversichtlich, die ACP Gruppe will Marktanteile in den strategischen Geschäftsfeldern hinzugewinnen und ihre Position im deutschsprachigen Raum weiter stärken. "Die miese Stimmung, die Anfang des Jahres geherrscht hat, ist vorbei", kommentiert Fischer seine Zuversicht, doch von Enthusiasmus will er nicht sprechen. "Die meisten Kunden verfolgen derzeit eine eher defensive IT-Strategie, investieren nur in notwendige Projekte und Projekte mit einem schnellen ROI."

Aber einige Unternehmen würden auch eine offensive Strategie verfolgen und gerade jetzt in der Krise ihre IT-Budgets erhöhen. Fischer sieht ACP wegen der "Kundennähe und einer flächendeckende Präsenz" für beide Gruppen als der richtige Partner aufgestellt. "Wir sehen uns selber als KMU und verstehen sowohl die Sprache des Mittelstandes als auch die der Großunternehmen", meint Fischer.

Für Akquisitionen ist laut Kalkbrener derzeit nicht der richtige Zeitpunkt, die Preisfindung wäre dabei "äußerst schwierig". Auch das Thema Börse ist für die ACP Gruppe nach wie vor nicht vom Tisch. Aber auch hier gelte, dass das derzeitige wirtschaftliche Umfeld dafür nicht optimal sei. Fischer nennt hier das Jahr 2011 als möglichen Zeitpunkt.

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