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17.06.2009 Reinhard Koller*

Gastkommentar: E-Health in Bukarest

Reinhard Koller war bis 2007 Mitglied der Leitung der Gesundheitsinformatik der OÖ. Landesspitäler und tritt als Reviewer für Konferenzen auf.

Vom 26. - 27. Mai 2009 fand in Bukarest im Hotel Hilton der E-Health Congress 2009 statt. Initiiert wurde er wie bereits in den Jahren zuvor von DI Valentin Tarus und organisiert von Maria Vasilescu von tarusmedia, einem Unternehmen mit Sitz in Rumänien und einer Außenstelle in Wien. Gleich vorweg: Die Organisation war hervorragend und von Persönlichkeit geprägt. Das Ambiente im stilvollen Bukarester Hilton mitten im Zentrum unweit des Platzes des 21. Dezember (1989) war hochwertig im Vergleich zu den sonst bei Kongressen meist anzutreffenden sterilen Konferenzräumen, meist in tristen Vorstädten gelegen, wo die Teilnehmer von einfallsloser, standardisierter internationaler Küche nicht gerade inspiriert werden.

Die exzellenten Kontakte von Valentin Tarus ermöglichten einen Kongress mit etwa 200 Teilnehmern und mit internationalen renommierten Vortragenden aus Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Deutschland, Belgien und Rumänien.

So wurden aktuelle E-Health-Themen (Projekte und Referenzbeispiele) unter anderem präsentiert von Prof. Dr. Mihalas, Professor für Medical Informatics an der Universität Temesvar und Präsident der EFMI (European Federation of Medical Informatics) bis 2008, ebenso vom aktuellen Präsidenten der EFMI, Dr. Jacob Hofdijk, weiter von Christian Marolt, CEO der EMC Consulting Group BVBA in Brüssel und Herausgeber des europäischen Magazins »Healthcare IT Management«. Frau Dr. Andrea Kdolsky, ehemalige Gesundheitsministerin in Österreich, sprach über ihre Erfahrungen und die Gründe ihrer gescheiterten Reform. Dr. Dietzel aus Deutschland, langjähriger und weithin bekannter Experte im Bereich E-Health, gab zahlreiche seiner Erfahrungen zum Besten und erörterte die Wurzeln der E-Health-Bewegung.

Ich repräsentierte in meiner Funktion in Bukarest die Gespag (OÖ. Gesundheits- und Spitals AG) und präsentierte das in Österreich initiierte und international ausgerichtete Projekt »IHExplorer«, ein Cockpit für komplexe firmenübergreifende IHE-Transaktionen.

Einleitende Worte und Kongressteilnahme des Bukarester Bürgermeisters, Prof. Dr. Sorin Oprescu, unterstrichen sowohl die Bedeutung dieser Veranstaltung als auch die Aufbruchsstimmung in Rumänien – aller Krisen zum Trotz. Dies zeigte sich auch an der kommunikativen Atmosphäre, einerseits in den allseits erwünschten Gesprächen und daher unkomplizierten Gesprächspartnern, andererseits organisatorisch unterstützt, indem acht bis zehn Teilnehmer jeweils um einen großen runden Tisch saßen.

Ich besuchte im Anschluss an den Kongress einige Unternehmen in Bukarest, die sich mit dem Thema HealthCare beschäftigen, um Spirit und Mindset in Rumänien zu erkunden. Auch dabei stellte ich eine wohltuende Unkompliziertheit fest und vor allem ein starkes Commitment zum Thema, wie es in unseren Breiten wieder zunehmend wünschenswert wäre.

*Reinhard Koller war bis 2007 Mitglied der Leitung der Gesundheitsinformatik der OÖ. Landesspitäler und tritt heute unter anderem als Beitrags-Reviewer für internationale Konferenzen auf.

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