Bulls neuer Supercomputer Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


19.06.2009 Rudolf Felser

Bulls neuer Supercomputer

500 Spezialisten waren an der Entwicklung von bullx, einem auf Blade-Servern basierenden Supercomputer, beteiligt.

In letzter Zeit ist es etwas ruhig geworden um Bull, eines der "Urgesteine" der IT-Branche. Nun hat das französische Unternehmen >bullx vorgestellt, den eigenen Angaben zufolge "ersten in Europa konzipierten Supercomputer für Extreme Computing", und damit wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Das System ist Teil der ehrgeizigen Strategie des Unternehmens, einer der drei weltweit führenden Anbieter in Extreme Computing und die Nummer eins in Europa zu werden.

Der Supercomputer wurde von einem aus 500 Spezialisten bestehenden Expertenteam speziell zur Bewältigung rechenintensiver Aufgaben konzipiert. Er basiert den Angaben zufolge auf Industrie-Standards und aktuellen Open-Source-Anwendungen. Seine Eigenschaften wie Skalierbarkeit, kompaktes Design, geringer Stromverbrauch und leistungsfähige integrierte Akzeleratoren soll bullx als Plattform für verschiedenste Anforderungen dienen können, vom kleinen Entwicklungsbüro bis zum internationalen Forschungszentrum. Bull zählt zu den Einsatzbereichen beispielsweise Bio- und Geowissenschaften, Energieversorgung, Öl- und petrochemische Industrie, Klimatologie, Luft und Raumfahrt sowie die Sektoren Automobil und Finanzen.

Durch die Verarbeitungsleistung von einigen Teraflops bis zu mehreren Petaflops bietet bullx eine hohe Performance in den verschiedensten Bereichen: Fest- und Gleitkommaverarbeitung, Geschwindigkeit und Speicherkapazität, interne Systemkommunikation, Eingabe-Ausgabe-Leistung, einfache Implementierung und Nutzung sowie niedrige Gesamtkosten.

BULL-BLADES Heruntergebrochen auf die einzelnen Komponenten besteht das System des französischen Unternehmens aus kompakten Blade-Servern, die über ein leistungsfähiges dediziertes Netzwerk verbunden sind. Die Verwaltung übernimmt die von Bull entwickelte bullx-Cluster-Suite mit Open-Source- und Standardkomponenten.

Die Blade-Architektur ermöglicht es, dass wichtige Komponenten wie Stromversorgung und Verbindungen zum Hochgeschwindigkeitsnetzwerk direkt im Gehäuse untergebracht sind. Dadurch wird Platz frei, der normalerweise von der Verbindungstechnologie belegt ist. Die Installation der Blades werde wesentlich vereinfacht, so Bull in einer Aussendung. Im Vergleich zu Standardkonfigurationen könne damit die für den bullx benötigte Anzahl von Kabeln um den Faktor zwei bis drei verringert werden. Bei größeren Konfigurationen ergäben sich Vorteile wie Reduzierung der Kabelzahl um einige Tausend, kompakte Installation sowie hohe Zuverlässigkeit.

Die Bull-Blades werden mit je zwei Quad-Core-Prozessoren der Intel-Xeon-5500-Serie (Nehalem) bestückt und bieten hohe Speicherkapazität und effiziente Verbindung über einen integrierten Infiniband QDR (Quad Data Rate) Switch. Bis zu 18 Blades passen in ein Chassis, in ein Rack passen sechs Chassis, die Anzahl der Racks ist unlimitiert. Für 1 Petaflop Leitung würden rund 100 Racks benötigt.

HYBRIDE ARCHITEKTUR Die hybride Architektur des bullx umfasst einerseits die erwähnten Intel-Prozessoron sowie eigene Blade-Server als Akzeleratoren auf der Basis von Technologien, die für Grafikprozessoren entwickelt wurden. Bull habe seine spezifische Expertise in diesem Bereich bereits mit der Entwicklung eines der weltweit leistungsfähigsten hybriden Systeme unter Beweis gestellt, so das Unternehmen weiter: Die Performance werde ohne signifikant höheren Energieverbrauch verdoppelt, wodurch eine hohe Performance pro Quadratmeter und ein ausgezeichnetes Verhältnis von Leistung und Verbrauch gewährleistet sei.

Allerdings müssen diese Beschleubnigungs-Blades speziell angesprochen werden, um von Nutzen zu sein. Die Unternehmen müssen ihre Anwendungen also auf das neue System portieren und tunen, um in den Genuss der Vorteile zu kommen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: