MySpace kürzt zwei Drittel der Stellen Detail - Computerwelt

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24.06.2009 Alex Wolschann

MySpace kürzt zwei Drittel der Stellen

In den USA hat MySpace bereits 30 Prozent seiner US-Mitarbeiter entlassen. Nun sollen zwei Drittel aller Stellen außerhalb der USA abgebaut werden.

Das Social Network MySpace baut weltweit zwei Drittel seiner internationalen Belegschaft ab. Nachdem in den vergangenen Monaten ein deutlicher User-Schwund eingesetzt hat, verdichteten sich zuletzt die Gerüchte, dass das Unternehmen erhebliche Stellenkürzungen vornehmen werde. Anfang des Monats hatte MySpace bereits 30 Prozent seiner US-Mitarbeiter (rund 420 Personen) entlassen. Nun sollen auch zwei Drittel der 450 Angestellten außerhalb der USA ihren Hut nehmen. In mindestens vier Ländern will das Unternehmen seine Büros komplett schließen.

MySpace plane, sein Personal in einer kleineren Anzahl an Regionen neu zu konzentrieren, heißt es seitens des Unternehmens. London, Berlin und Sydney sollen zu den "grundlegenden regionalen Zentren" werden. In allen anderen Gebieten - darunter Brasilien, Kanada, Frankreich, Indien, Italien Russland und Schweden - werde es genaue Prüfungen zu einer möglichen Restrukturierung geben. Ausgenommen ist MySpace China, das von einer lokalen Firma betrieben wird, sowie ein Jointventure in Japan.

Inwiefern sich die Maßnahmen nun konkret auf MySpace Deutschland auswirken werden, will das Unternehmen auf Nachfrage von pressetext nicht kommentieren. Theoretisch wären jedoch im deutschsprachigen Raum insgesamt 35 Mitarbeiter betroffen. MySpace Deutschland, Schweiz und Österreich betreibt ein Hauptbüro in Berlin sowie zwei kleinere Sales-Büros in Hamburg und Düsseldorf.

Die Belegschaft sei zu groß und zu sperrig für die herrschenden Marktbedingungen geworden, erklärt MySpace-Chef Owen van Natta die weltweiten Stellenkürzungen. Da nur knapp die Hälfte aller MySpace-User von außerhalb der USA stamme, sei die Fortführung eines produktiven und effizienten Geschäfts in den internationalen Märkten sowohl für die Nutzer als auch für die Finanzkraft des Unternehmens besonders wichtig. (AW/idg)

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