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25.06.2009 Thomas Mach

Sybase: IT-Investitionsstopps im Finanz-Bereich zeigen Folgen

Mehr statt weniger sollte in der Krise im Finanzbereich in IT-Lösungen investiert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Sybase-Studie.

Die Krise der letzten Monate hat – bekannterweise – ihren Ursprung im weltweiten Finanz- und Bankensektor. Dementsprechend stark waren die entsprechenden IT-Segmente bislang von der Krise betroffen, zahlreiche – selbst bereits laufende – Projekte wurden gestoppt. Doch diese Vorgehensweise schränkt die Handlungsfähigkeit der Unternehmen massive ein, fand der Software-Spezialist Sybase im Rahmen einer internationalen Befragung von 220 Investment-Bankern und Risikomanagern im April diesen Jahres heraus.

"Die Unternehmen geben offen zu, dass sie in ihren gegenwärtigen Handelsfähigkeiten und die Art, wie sie ihre Strategien anpassen, um die derzeitige Finanzkrise zu bewältigen und neue Einnahmequellen zu erschließen, eingeschränkt werden. Die Notwendigkeit, bestehende Handelsplattformen zu verbessern, ist stärker in den Vordergrund gerückt", erklärt Stuart Grant, Business Development Manager für Kapitalmärkte bei Sybase. "Trotz Kürzungen in der Finanzdienstleistungsbranche besteht ein deutlicher Bedarf, von restriktiven traditionellen Techniken wegzugehen und in eine neue zweckerfüllende Technologie zu investieren, die eine klare Darstellung von Märkten und geschäftlichen Aktivitäten in Echtzeit ermöglicht."

Diese Bild unterstreiche auch die im ersten Quartal 2009 von Sybase und IDC Financial Insights erstellte Studie Emerging From a Crisis, a Sybase Study on Capital Markets. Diese zeige, dass Unternehmen aus dem Finanzsektor ihre Strategien hinsichtlich der Kapitalmärkte massiv und rasch umgestalten würden. Trotz der durch die Finanzkrise verursachten deutlichen Verschlechterung am gesamten Kapitalmarkt sollen laut der Studie die Ausgaben für IT-Investitionen im kommenden Jahr voraussichtlich zumindest auf dem derzeitigen Niveau halten.

67 Prozent der Befragten glauben demnach, dass die Workflows zwischen Front- und Backoffice darunter leiden, wenn Abteilungen statt einer zentralen Datenverwaltung die Kontrolle über die Data Management-Plattformen haben. Ebenfalls 67 Prozent seien der Meinung, dass der Front-/Backoffice-Workflow stärker zentral verwaltet werden sollte.

"Die Unternehmen sollten tägliche Geschäftsablaufsfunktionen von Daten definieren, um die Bestimmungen zu erfüllen und Daten vollständig in zentralisierte Datenmanagementsysteme zu integrieren. Mit einer Datenmanagementanwendung, die Daten von unterschiedlichen Plattformen abfragen kann sowie Inhalte und Daten horizontal durch die Geschäftsabläufe bewegen kann, werden Unternehmen den Zugriff auf den gleichen Stand der Inhalte sowohl in Pre- als auch in Post-Trading-Funktionen haben", erklärt Grant. Dadurch würden Effizienz und Vertrauen in Entscheidungsfindungen gravierend verbessert. "Mit einer zentralen Datenmanagementplattform zur Konsolidierung und Zentralisierung von Marktdaten und internen Daten werden Unternehmen in der Lage sein, mehr Geschäftsdatenmodellierungen durchzuführen, das Backtesting zu verbessern sowie das Intra-Day-Risiko- und Compliance-Reporting zu beschleunigen. Dabei wird eine einzige Plattform genutzt, mit der die Probleme der Nutzung verschiedener Mitbewerbslösungen eliminiert werden."

Besonders das Datenmanagement ist für viele ein brennendes Problem. So waren sich laut Grant alle Befragten einig, dass die Adressierung der Datenmanagementbelange fest zugeordnete Zeit, Ressourcen und Technologie erfordere, wobei über 50 Prozent die benötigte Lösung als Hauptprojekt bezeichneten. "Die bestehenden Systeme innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche sind äußerst unterschiedlich und da die Unternehmen die Regeln der MiFID in Europa oder des Reg NMS in den USA einhalten, kann die Technologie der Plattform die Handelsaktivitäten einschränken und, noch wichtiger, die Ursache dafür sein, dass ein Unternehmen seine Wettbewerbsvorteile verliert. Einfach formuliert, durch unpassende Technologie halten sich der Verlust von Kunden und Geld die Waage", ergänzt Franz Pacha, Geschäftsführer Sybase EDV-Systeme Österreich.

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