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25.06.2009 Rudolf Felser

Positives Signal für Open Source

Gestern wurde ein Antrag von Grünen und SPÖ angenommen, der Maßnahmen zur Stärkung von OS-Software an den Arbeitsplätzen der Stadt Wien festlegt.

Gestern spät im Gemeinderat wurde laut Marie Ringler, der Kultur- und Technologiesprecherin der Wiener Grünen, ein gemeinsamer Antrag von Grünen und SPÖ einstimmig angenommen, der konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Open Source Software (OSS) an den Arbeitsplätzen der Stadt Wien festlegt. Beschlossen wurden ein Open-Source-Förderwettbewerb zum Thema "E-Government Anwendungen", eine umfassende Informationskampagne für den Einsatz und Umstieg auf OSS an den Arbeitsplätzen und die Veröffentlichung der aktuellen Linux-Evaluierungsstudie STOSS2.

Ringler zeigte sich erfreut: "Dieser Antrag ist ein wichtiger Meilenstein. Der Einsatz von Open Source Software und Linux in Wien hatte in den vergangenen Jahren Hochs und Tiefs (siehe dazu auch "Von Wienux zurück auf Windows"). Der aktuelle Antrag ist nun ein klares Bekenntnis zur Stärkung von Linux und Open Source Software."

Konkret wurden mit den Antrag, der auch ein eindeutiges Bekenntnis zu Herstellerunabhängigkeit beinhaltet, drei Maßnahmen beschlossen: Einerseits der erwähnte Förderwettbewerb zum Thema "Open Source Software für Wiener E-Government-Lösungen an Arbeitsplätzen aller Plattformen". Gesucht werden von Wiener Unternehmen durchgeführte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die die Position der Stadt Wien im Bereich von E-Government auf allen Plattformen und an unterschiedlichen Arbeitsplätzen weiter verbessern.

Eine erste im Jahr 2007 als rot-grünes Projekt durchgeführte Ausschreibung der Wiener Technologieförderstelle ZIT - Zentrum für Innovation und Technologie zeigte bereits das Innovationspotential von Wiener IT-Firmen mit Open-Source-Schwerpunkt. Von den dreizehn im Jahr 2007 zur Förderung empfohlenen Projekten Wiener Klein- und Mittelbetriebe waren sechs als "OSS-Projekte" einzustufen und für diese auch etwa die Hälfte des vergebenen Förderbudgets veranschlagt (640.000 Euro von insgesamt 1,4 Mio. Euro). Der nun folgende Wettbewerb mit Schwerpunkt E-Government soll plattformunabhängige Anwendungen fördern, die die Kommunikation von Bürgern und Stadt weiter verbessern.

Außerdem soll es eine umfassende Informationskampagne für die EDV-Anwender der Stadt Wien zur Nutzung von Open Source Software am Arbeitsplatz geben. Sie zielt auf eine Erhöhung des Informationsstandes und der Qualifikation als Basis für eine mögliche Einsatzentscheidung für OSS ab. Ringler dazu: "Wenn wir den Umstieg auf Linux und Open Source Software weiter forcieren wollen, müssen wir Ängste und Sorgen ernst nehmen und die zukünftigen Benutzer noch besser informieren."

Zu guter Letzt sollen auch die Ergebnisse der von der Magistratsabteilung 14 – Informations- und Kommunikationstechnologie – durchgeführten Evaluierungsstudie STOSS2 nach Fertigstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ursprünglich war es nicht ganz klar, ob die Studie jemals öffentlich gemacht wird. Ringler: "Die Veröffentlichung der Studie STOSS2 ist ein wichtiger Ausdruck von Transparenz. Ich freue mich, dass nun entgegen ersten Aussagen die Studie der Allgemeinheit zugänglich gemacht wird. Nur so können sich alle Interessierten ein Bild machen." (pi/rnf)

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