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01.07.2009 Thomas Mach

Virtuelle Welten scheitern am Prozessansatz

Xtigo Software gibt Tipps, worauf beim Einstieg in virtuelle Welten geachtet werden muss.

Mit der Einführung virtueller Technologien gehen deutliche Veränderungen im Management der IT-Infrastruktur einher. Zu diesem naheliegenden Schluss kommt eine Erhebung des Softwareherstellers Xtigo Software. Demzufolge sind die herkömmlichen Management-Systeme für virtuelle Landschaften nur bedingt geeignet, mit diesen Veränderungen umzugehen. Besonders das Management der Ressourcen werde aufgrund der höheren Komplexität der IT-Landschaft sowie höherer Ansprüche an die Kontrolle und Verwaltung der virtuellen Elemente, rasant schwieriger, betont Xtigo-Vorstand Ingo Buck.

"Die meisten Tools erfüllen zwar die Grundfunktionalitäten etwa für die Administration, Ressourcenmanagement oder Überwachung von virtuellen Umgebungen. Allerdings ist der Reifegrad hinsichtlich der Integration in die Organisation und Betriebs- sowie Supportprozesse oft noch nicht weit genug fortgeschritten", erklärt Buck. Das Softwarehaus habe daher einige Merkmale zusammengefasst, anhand derer unzureichende Tools für virtuelle Infrastrukturen erkennbar sind. So fände sich vielfach keine ausreichende Prozessorientierung im Technologieansatz. "Da sich die Unternehmen inzwischen in integrierten Prozessen organisieren, sind auch Lösungen erforderlich, die auf einfache Weise durchgängige Workflows wie etwa Berechtigungsprozesse oder Änderung von Konfigurationen über alle Systeme schaffen." Über herkömmliche Tools könnten die Prozesse meist nur seriell abgearbeitet werden, außerdem lassen sich die Prozesse nicht gegenseitig beeinflussen.

Ebenso sei vielfach eine Unterstützung gemischter Umgebungen nicht möglich. "Infolge der wachsenden Verbreitung der virtuellen Technologien wird es in den Unternehmen über längere Zeit zu einer Koexistenz klassischer und virtueller Verhältnisse kommen." Der Einsatz jeweils spezialisierter Management-Tools erzeuge einen vermeidbaren Investitions- und Administrationsaufwand bei "gleichzeitig nur begrenzter Transparenz und Automation der Prozesse". Auch die Integration zusätzlicher Management-Werkzeuge bereite oft Schwierigkeiten. "Proprietäre und technisch schwer miteinander zu verbindende Werkzeuge verhindern die notwendige Durchgängigkeit und Flexibilität. Für eine übergreifende Betrachtung und Steuerung der Prozesse muss das Tool deshalb die vorhandenen Management-Systeme einfach integrieren können."

QUALITÄTSSTEUERUNG EINGESCHRÄNKT Ein weiteres Problem sei, betont der Vorstand, dass vollständige Dienste häufig nicht automatisiert werden könnten. "Services wie beispielsweise die Bereitstellung virtueller Systeme, Anwendungen oder Arbeitsplätze lassen sich nur dann schnell und wirtschaftlich realisieren, wenn sie weitgehend ohne manuelle Eingriffe auskommen. Dieser allein aus Effizienzgründen eminent wichtigen Anforderung entsprechen erst wenige Management-Tools." Als unmittelbare Konsequenz der Restriktion, über das Management-Tool keine kompletten Services automatisiert bereitstellen zu können, werde auch die Qualitätssteuerung massiv eingeschränkt. "Wegen der fehlenden Durchgängigkeit der Prozesse ist keine ganzheitliche Sicht möglich, demzufolge können die Service Levels nur partiell ermittelt und reportet werden."

Zudem würden viele Lösungen andere Virtualisierungs-Plattformen häufig nicht unterstützen. "Infolge der verschiedenen Virtualisierungstechnologien für unterschiedliche Einsatzfelder – etwa Server und Desktops – gehören auch verschiedene Virtualisierungs-Plattformen zum Gesicht der IT-Infrastrukturen", unterstreicht Buck. Nur ein Werkzeug, das "universell die unterschiedlichen virtuellen Technologien integrieren kann", erzeuge die nötige Investitionssicherheit und sei zudem in der Lage, die Transparenz- und Automatisierungspotenziale optimal auszuschöpfen.

"Mit der Auswahl eines falschen oder zumindest unzureichenden Management-Tools entsteht automatisch ein Leistungsverlust bei gleichzeitigem Zuwachs an administrativen Aufgaben. Wichtigster Maßstab bei der Marktevaluierung ist die übergreifende Prozessorientierung, damit die Automation nicht ausgebremst wird", betont Buck abschließend.

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