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01.07.2009 Alex Wolschann

Interview: "Effiziente Prozesse in Kombination mit Innovation sind das Um und Auf"

Rainer Schamberger verantwortet den Financial Services Bereich bei CSC und wird intern als antizyklisches Investment bezeichnet.

Rainer Schamberger verantwortet seit 1. Februar den Financial Services Bereich bei CSC und wird intern als antizyklisches Investment bezeichnet. Das ist einerseits ein großer Druck, soll auf der anderen Seite aber zeigen, dass CSC von der Krise nicht paralysiert ist. Das Unternehmen feiert dieser Tage das 50-jährige Bestehen und erwirtschaftet in Österreich mit 300 Mitarbeitern etwa 50 Millionen Euro.

Computerwelt: Was hat Sie zu einem Jobwechsel bewogen? Rainer Schamberger: Ich wollte mehr in die Breite gehen, also nicht nur mit dem Zahlungsthema sondern auch mehr mit IT zu tun haben. Auch das Osteuropageschäft ist für mich sehr interessant. Ich habe das bei First Data auch sehr intensiv forciert und das war auch ein Grund, warum man mich zu CSC geholt hat. CSC ist einer der Top-Systemintegratoren weltweit im Financial Services-Umfeld. Das geht von Beratung über Umsetzung bis zum Outsourcing. Es gibt eine sehr breite Palette an Angeboten. Ich bringe auch ein relativ breites Netzwerk im Banken- und Versicherungsbereich mit, das hat sicher auch eine Rolle gespielt. Alle haben gesagt: »Naja, Financial Services sind in der Krise«. Ich sehe das anders.

Auf welche Themen wollen Sie sich fokussieren? Gerade im Bankenbereich sind wir in verschiedenen Themen unterwegs. Ein Thema das wir besonders forcieren ist Branch Innovation. Wir haben eine Kooperation beim Thema biometrische Unterschriften. Wir haben große Initiativen in Zusammenarbeit mit unseren deutschen Kollegen etwa im Bereich Cost Reduction, was natürlich ein Hype sondergleichen ist. Wir haben eine Fülle von Experten weltweit, auch unsere Global Best Practices sind für CSC sehr wichtig. Ein wesentliches Thema sind die »EBAdays« der European Banking Association in Wien am 30. Juni und 1. Juli, wo wir als Mitglied unsere globale Zahlungsverkehrsplattform vorstellen werden. In erster Linie versuchen wir, die besten Kräfte für den österreichischen Markt zu bündeln.

Wo sehen Sie CSC positioniert? Kann CSC zu den Gewinnern der Krise gehören? Auf jeden Fall. Innovationsmanagement und Kostenreduktion gehören laut Analysen zu den wichtigsten Themen, bei denen die Unternehmen aber selbst wenig Ahnung haben, wie sie umzusetzen sind. Das sind Themen die Manager bewegen und hier ist natürlich Global Best Practice sehr interessant. Auch Outsourcing ist momentan ein wichtiger Punkt. Man kann dem Partner helfen, gemeinsam und durch unsere internationale Erfahrung den richtigen Weg zu gehen und unterstützen ihn mit Tools, die bewährt sind, die nicht neu sind und erst etabliert werden müssen. Wir können über Beratung, Implementierung bis zur kompletten Übernahme der IT alles aus einer Hand erledigen. Das ist natürlich eine ungeheure Schlagkraft, die nicht oft zu finden ist. Große Unternehmen brauchen oft vier bis fünf Partner, um alle relevanten Punkte abzudecken. Wir sind zudem herstellerunabhängig, das kommt gut an und hilft den Kunden ungemein.

Spüren Sie im Bankenumfeld das Bedürfnis, gerade jetzt in eine effiziente IT zu investieren? Absolut. Dieses Thema Konsolidierung und Optimierung ist ein riesiges Diskussionsthema. Effiziente Prozesse in Kombination mit Innovation sind das Um und Auf. Wenn ich gleichzeitig Innovation einführen und Kosten sparen kann, habe ich eine Killerapplikation. Der Kostendruck auf die Banken ist entsprechend groß. Einiges wird man nicht von heute auf morgen schaffen.

Beim Outsourcing oder auch bei Software as a Service müssen die Daten außer Haus gelassen werden. Ist das bei Banken noch eine Hemmschwelle? Meine Erfahrung zeigt mir, dass das langsam aufbricht. Mittlerweile vertraut man den Profis und hat weniger Angst, dass die Daten in falsche Hände geraten könnten. Dass die Lösung sicher ist, muss ohnehin klar sein.Wir können durch Zertifizierungen und etliche Qualitätsprämissen schon Vertrauen schaffen. Es gibt auch viele Joint Ventures im Zahlungsverkehr wie IT-Austria, wo sich die Erste Bank und die Bank Austria zusammengeschlossen haben aber im Tagesgeschäft Konkurrenten sind. Das ist in letzter Zeit aufgebrochen, auch durch die Osteuropaexpansion. Da musste man sich einfach mehr öffnen.

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