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01.07.2009 Christof Baumgartner

Telekom-Umsätze sinken weiter

Auch 2008 haben die Österreicher wieder mehr telefoniert und weniger dafür bezahlt als im Jahr davor.

Der Gesamtumsatz der heimischen Telekommunikationsbranche ging von 4,58 auf 4,33 Mrd. Euro zurück – das entspricht einem Minus von 5,4 Prozent, sagte Georg Serentschy, Chef der Regulierungsbehörde RTR. Der größte Teil des Umsatzes entfiel mit 60 Prozent auf den Mobilfunk. Die höchsten Einbußen verzeichnete im Vorjahr der Breitbandbereich, in dem der Umsatz von 592 auf 514 Mio. Euro um 13 Prozent zurückging. Laut Serentschy ist dieser Rückgang trotz steigender Nutzerzahl auf die deutlichen Preissenkungen zurückzuführen, die mit den zunehmenden Bündelangeboten einhergehen. Der Festnetz-Umsatz ging von 1,2 auf 1,1 Mrd. Euro um 10,4 Prozent zurück. Noch wesentlich deutlicher fiel der Rückgang der Gesprächsminuten aus, nämlich von 9,9 Mrd. im Jahr 2007 auf 7,9 Mrd.. Laut Serentschy legen vor allem Geschäftskunden nach wie vor hohen Wert auf ein stabiles Festnetzsystem, während Privatkunden immer häufiger auf das Mobilnetz umsteigen. Um das Festnetz attraktiver zu machen steht demnächst die Modernisierung der Infrastruktur ins Haus. Einen Anstieg von 43 Prozent verzeichneten die Datendienste SMS und MMS, sie machten im Vorjahr 25 Prozent des Mobilfunkumsatzes aus. Die Breitbandversorgung von Österreichischen Firmen und Haushalten ist im Jahr 2008 erneut gestiegen. Im vierten Quartal gab es in Österreich 2,76 Millionen Breitbandanschlüsse, wovon 969.500 mobile Anschlüsse waren. Während früher vor allem Geschäftskunden mobiles Breitband genutzt haben, wird es mittlerweile zunehmend von Privatpersonen als ausschließliche Zugangsform verwendet.

PREISVERFALL ALS GEFAHR? Eine Studie der Beratungsfirma A.T. Kearney zufolge droht mit dem anhaltenden Preisverfall aber ein drastischer Renditeverfall für die Mobilfunker. Bis 2011 würde die Gewinnspanne eines durchschnittlichen Handybetreibers, die heute noch rund 16 Prozent betrage, auf Null sinken, wenn keine Maßnahmen zu Kosteneinsparung ergriffen werden. Ab 2012 müsste ein Anbieter dann theoretisch sieben Prozent pro Gespräch draufzahlen, wenn er bis dahin kein anderweitig tragfähiges Modell zur Kostensenkung erschlossen hat. Als Ausweg empfehlen die Berater eine gemeinsame Nutzung der Netzwerk-Infrastruktur. Das Errichten und die Inbetriebnahme neuer Anlagen werde mit einem Partner um rund 31 Prozent billiger. Etwa 15 Prozent der Unternehmen würden sich derzeit schon mit dem Thema vom Teilen der Netzinfrastruktur befassen.

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