Phion setzt auf Wachstum und Applikationssicherheit Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


01.07.2009 Edmund Lindau

Phion setzt auf Wachstum und Applikationssicherheit

Die Zeit der Übernahmen ist zwar vorerst vorbei, die dynamische Expansionspolitik will der Tiroler Security-Spezialist Phion jedoch fortsetzen.

»Die Nische, in der wir uns bewegen ist ein Milliardenmarkt, in dem noch viel Platz für uns ist«, erkärt Phion CEO Wieland Alge anlässlich seiner Bilanzpressekonferenz vergangene Woche in Wien. Die Umsatzerlöse der Phion AG erreichten im Geschäftsjahr 2008/09 mit rund 11,8 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Die Ertragskennzahlen waren dagegen von den – geplanten – hohen Kosten für die Erschließung neuer Märkte in Europa und in der Region Middle East sowie Aufwendungen für Akquisition und Integration des Schweizer Web Application-Security Unternehmens Visonys stark geprägt. Sowohl EBITDA mit -1,16 Mio. Euro (Vorjahr -0,80 Mio.), als auch EBIT mit -2,62 Mio. Euro (Vorjahr: -1,64 Mio.) lagen daher deutlich unter den Vorjahreswerten. Die starke Differenz zwischen EBITDA und EBIT erklärt sich durch die hohen Abschreibungen von 1,45 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beläuft sich auf -2,43 Mio. Euro.

Der operative Cashflow des Unternehmens lag dagegen im Geschäftsjahr 2008/09 mit 1,5 Mio. Euro im Plus. Die Bilanzsumme der Phion AG hat sich per 31.03.2009 mit 21,04 Mio. Euro nur leicht gegenüber dem Vorjahr (20,66 Mio.) erhöht. Die liquiden Mittel liegen nach dem Zukauf von Visonys bei 5,72 Mio. Euro, das Unternehmen verfügt damit über einen soliden Cash-Bestand. Sehr komfortabel ist auch die Eigenkapitalquote von Phion mit 61 Prozent. Auch die Erlösabgrenzungen – also bereits gesicherte Umsätze in der Zukunft – konnten 2008/09 neuerlich gesteigert werden und erreichen per 31.12.2008 4,2 Mio. Euro. Die stabile Bilanzstruktur wird durch das sehr niedrige Niveau bei den Finanzverbindlichkeiten (diese betragen im langfristigen Bereich nur mehr etwa 343.000 Euro) unterstrichen.

Phion hat 2008/09 eine starke Erweiterung seiner Kundenmärkte eingeleitet. Über direkte Präsenz vor Ort oder qualifizierte Vertriebspartner werden nunmehr Großbritannien, Benelux, Italien, osteuropäische Staaten sowie die Region Middle East verstärkt bearbeitet. 2008/09 konnten bereits rund acht Prozent des Umsatzes außerhalb der Kernmärkte Österreich und der Schweiz realisiert werden. Das Unternehmen sieht in diesen Märkten starke Wachstumspotenziale.

Was die zukünftigen Marktentwicklung 2009/10 betrifft, gibt sich Phion-Vorstandschef Wieland Alge optimistisch, wenngleich er keine konkreten Zahlen nennen möchte. Es seien vor allem die »unberechenbaren makroökonomischen« Entwicklungen, die jegliche Art konkreter Planungen erschwere. »Die Vorausschaubarkeit ist zu kurz«, so Alge. Die Chancen, das Geschäft mit IT-Sicherheitslösungen in den Kernmärkten – insbesondere in Deutschland und der Schweiz – weiter auszubauen, seien intakt. Doch werde man gegenüber den Kunden noch besser argumentieren müssen, dass mit IT-Sicherheit auch Kosten eingespart und zusätzlich Geld zu verdienen ist, indem man die Geschäftsabläufe weiter verbessert.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: