Zugang zu Xing und Co. im Büro wird restriktiver Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


13.07.2009 Alex Wolschann/apa

Zugang zu Xing und Co. im Büro wird restriktiver

Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, Xing, Twitter oder MySpace boomen. Viele wolen auch bei der Arbeit nicht darauf verzichten.

Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, Xing, Twitter oder MySpace boomen. Der Suchtfaktor dieser Web 2.0-Angebote ist offenbar so groß, dass viele Online-Netzwerker auch in der Arbeit nicht darauf verzichten wollen. Mittlerweile haben diverse Unternehmen, Ministerien und Behörden die Notbremse gezogen und den Zugriff für ihre Mitarbeiter gesperrt. Zwar gibt es große Unterschiede, ob Kontaktseiten, private E-Mail-Accounts oder Chatforen angesurft werden können. Einen Webfilter, der Seiten mit bedenklichen oder bedrohlichen Inhalten wie Pornografie oder Gewalt blockiert, hat aber praktisch jedes Unternehmen.

Facebook oder Xing werden mittlerweile von vielen Firmen auch zur Kunden- oder Mitarbeiter-Akquise verwendet - immerhin nutzen bereits 600.000 Österreicher Facebook, 300.000 Xing. "Wir haben Facebook Co. für uns entdeckt und erst vor kurzem einen Mitarbeiter aufgenommen, den wir auf Xing gefunden haben. Über Facebook akquirieren wir neue Kunden", erklärte Erste-Bank-Sprecher Peter Thier.

Laut Thier sei es keine Lösung, Seiten einfach zu sperren. "Wenn sich Mitarbeiter ablenken wollen, dann werden sie das auch ohne Facebook tun." Eine interne Diskussion, ob gesperrt werden soll oder nicht, habe es aber trotzdem schon gegeben. Derzeit seien den Mitarbeitern die Zugriffe auf private E-Mail-Benutzerkonten sowie auf Youtube aus Sicherheitsgründen verwehrt.

Wer selbst Facebook-Mitglied ist, weiß, wie viel Zeit dabei drauf geht - zu viel hat man bei der AUA festgestellt und den Zugang deshalb gekappt. "Die Nutzung hat überhandgenommen und ist zulasten der Arbeitszeit gegangen", hieß es aus dem Unternehmen zur APA. Auch auf private E-Mail-Accounts (GMX, Hotmail) können AUA-Mitarbeiter nicht zugreifen. Die Karriere-Netzwerk-Seite Xing, die Videoplattform Youtube oder das deutschsprachige Pendant zu Facebook, StudiVZ, dürfen die Mitarbeiter der heimischen Fluggesellschaft hingegen ohne Probleme nutzen. Dort hätte man das "Zeitproblem" nicht festgestellt. In regelmäßigen Abständen evaluiert die Airline jene Internet-Seiten, die von den Beschäftigten am häufigsten aufgesucht werden.

Bei der OMV und beim Verbund wird den Mitarbeitern der Zugang zu Social-Network-Seiten grundsätzlich verwehrt. Ausnahmen gibt es beim Verbund aber, wenn eine berufliche Notwendigkeit besteht - dann werden die Seiten kurzfristig entsperrt. Post-Mitarbeiter haben uneingeschränkten Zugriff auf alle Internetseiten - abgesehen natürlich von "bedenklichen" Webseiten. Eine Betriebsvereinbarung sieht jedoch vor, dass die Nutzung der IT-Ressourcen für private Zwecke nicht erlaubt ist, so Postsprecher Stefan Fuchs. Überprüft wird das zwar nicht, man vertraue darauf, dass die Mitarbeiter ihre Privat-Aktivitäten nicht während der Dienstzeit machen. Auch Telekom-Beschäftigte können problemlos jede Page ansurfen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: