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15.07.2009 Edmund E. Lindau

Fiber-to-the-Home wird in Österreich wieder Thema

Mit Milliardeninvestitionen soll Österreichs Netzinfrastruktur verbessert werden.

Ein gut ausgebautes Glasfasernetz ist entscheidend für den Wirtschaftsstandort: So schneidet Österreich bei modernen Kommunikationstechnologien verglichen mit vielen anderen Industrieländern schlecht ab. Südkorea, Hongkong, Japan, Schweden, die Niederlande oder die Schweiz liegen hier vorne – auch weil sie ihre Glasfasernetze schneller ausgebaut haben. Die meisten Österreicher beziehen hingegen ihr DSL-Internet, von wenigen regionalen Ausnahmen abgesehen, über Kupferkabel. Höhere Geschwindigkeiten wie bei VDSL gehen jedoch zu Lasten der Reichweite. Deswegen kann nur ein kleiner Teil der Unternehmen und Haushalte über Kupferkabel mit sehr hohen Geschwindigkeiten Daten aus dem Netz holen. Wenn man aber hochauflösende Videokonferenzen schalten, HDTV-Fernsehen aus dem Netz ziehen oder komplexes Cloud-Computing umsetzen möchte, braucht man die schnelle VDSL-Übertragung. Alles Anforderungen, die das klassische Kupferkabel endgültig überfordern. Entsprechend sinnvoll wäre es, die Glasfaserkabel bis in die Wohnungen zu legen, so wie es beispielsweise seit Jahren in der Schweiz, in den Niederlanden oder in Frankreich geschieht.

Auch in Schweden entschieden sich Politik und Wirtschaft schon vor vielen Jahren dafür, bei Leitungsarbeiten für Abwasser, Gas oder Elektrizität gleich ein leeres Rohr mitzuverlegen. Durch dieses Rohr konnte man später billig Glasfaserstränge für die schnelle Datenübertragung ziehen. So sparten die Schweden 80 bis 90 Prozent der gesamten Kosten – die entfallen beim Verlegen der Glasfasern nämlich auf die Erdarbeiten. Mit einem Milliardeninvestment will die Telekom Austria den heimischen Infrastruktur-Rückstand im Festnetzbereich in den nächsten Jahren zumindest ein wenig aufholen. Doch auch die Mobilkom soll für ihr mobiles Breitbandangebot (HSPA+ mit bis zu 28 Mbit/s) nicht zu kurz kommen.

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