Google Chrome OS: Die Datenkrake und ihr eigenes Computer-Betriebssystem Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


15.07.2009 Rudolf Felser

Google Chrome OS: Die Datenkrake und ihr eigenes Computer-Betriebssystem

Google will mit Chrome OS ein Betriebssystem anbieten, mit dem erste Geräte ab der zweiten Hälfte des Jahres 2010 auf den Markt kommen sollen.

Es gibt wenige Firmen, die mit ein paar Zeilen in einem Blog eine weltweite Medienhysterie auslösen können. Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Microsoft, Apple und natürlich Google – wie der (auch) Suchmaschinen-Betreiber dieser Tage wieder unter Beweis gestellt hat. Mit der Ankündigung seines eigenen PC-Betriebssystems Chrome OS hat das Unternehmen gehörig für Wirbel gesorgt.

Damit verstärkt das Unternehmen den Druck auf Microsoft. Nach Office-Anwendungen und Internet-Software greift Google das Herzstück von Microsofts Geschäft an: Windows. Wie bei dem vor allem für kleine mobile Geräte wie Handys oder Netbooks gedachten Betriebssystem Android soll der Quellcode offen sein. Google Chrome OS sei grundsätzlich für alle Geräte von Mini-Notebooks bis zu großen Desktop-Rechnern gedacht. Zunächst solle es aber auf den auch Netbooks genannten Mini-Notebooks zum Einsatz kommen, so Google in einem Blog-Eintrag.

Das »Herz« von Chrome OS ist ein Linux-Kernel. Applikationen, die in herkömmlichen Web-Programmiersprachen geschrieben werden können, sollen innerhalb eines neuen Windowing-Systems laufen. Außerdem sollen sie sich mittels Chrome-Browser auch auf Windows-, Mac- oder Linux-Computern ausführen lassen. Die Applikationen würden also so gut wie auf jedem System einsetzbar sein.

EINE MENGE ARBEIT Eine breite Unterstützung der Plattform ist der Schlüssel dazu, um genügend Entwickler ins Boot zu holen, und somit ein wichtiger Erfolgsfaktor. »Wir haben eine Menge Arbeit vor uns und brauchen auf jeden Fall viel Hilfe von der Open Source Community, um unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen«, so Google. Dem Endkunden verspricht Google eine verbesserte Bedienung und Nutzbarkeit, resultierend aus schnellerem Zugriff auf E-Mails, kurzen Boot-Zeiten, Datenzugriff von überall und dem Ende problematischer Hardware-Konfigurationen, Software-Updates und Sicherheitsbedenken.

Mit den Geräteherstellern Hewlett-Packard, Asus, Acer, Lenovo und Toshiba werden bereits Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt. Auch die Chiphersteller Freescale und Qualcomm hat Google ins Boot geholt. Während allerdings Google relativ definitv davon spricht, dass diese Hersteller Geräte mit Chrome OS auf den Markt bringen werden, sind die Unternehmen selbst eher vorsichtig. Beinahe unisono antworteten sie auf Medien-Anfragen, sie seien erst in einer Evaluierungsphase und noch nicht sicher, ob sie das Betriebssystem wirklich einsetzen werden. Nichtsdestotrotz wird es nach Meinung von Google-Chef Eric Schmidt auf Millionen von Computern genutzt werden und hat das Zeug, Microsofts Windows Marktanteile abzunehmen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: