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15.07.2009 pi/Oliver Weiss

Mini-IT-Abteilung mit Unterstützung von außen

Outsourcing-Partner bieten Zugriff auf Infrastrukturen, die sich nur wenige große Konzerne in dieser Qualität leisten können. Zu klaren Fixkosten.

Suzuki Austria traf bereits im Jahr 2003 eine nachhaltige Entscheidung für ein teilweises Outsourcing der EDV, und zwar der Firewall und der Daten-, Proxy- und Web-Server. Outsourcing-Partner von Suzuki Österreich ist das SAP-Systemhaus Unit-IT, eine Tochter von Siemens. Als im Juni 2004 die Übersiedlung an einen neuen Standort anstand, wurde natürlich auch die IT-Infrastruktur wieder ein heißes Thema. Da sich damit auch die Unternehmensstruktur vom reinen Suzuki Vertriebsapparat mit Aftersales Outsourcing über eine Tarbuk-Tochter (GBA) zum vollwertigen Suzuki-Generalimporteur änderte, war klar, dass dies auch eine große Chance zur Neuorientierung der Unternehmens-IT darstellt. Zusammen mit Unit-IT entschied sich Suzuki-Österreich für die Portierung der bestehenden IT-Infrastruktur auf ein IP-basiertes Netzwerk mit neuen, dezentralen Servern.

200 PARTNER INTEGRIERT Johannes Satzinger, langjähriger Suzuki-Betreuer bei Unit-IT, erinnert sich an diese Herausforderung: »Es war uns klar, dass an einem einzigen Wochenende alles erledigt sein musste. Dies bedeutete für die Informationstechnik Freitag zu Mittag die Bildschirme abzuschalten und Montagmorgen jedem Nutzer des Systems den gewohnten Komfort zu bieten, nur noch viel schneller, komfortabler und umfangreicher.« Das war eine Prüfung für das Unit-IT Team, an der nicht nur rund 50 Suzuki-Mitarbeiter höchstes Interesse zeigten, sondern auch noch damals rund 200 Suzuki-Partner.

Nachdem sich die internen Prozesse in der Praxis bewährt hatten, nahm das Projektteam die Integration der Händlerbasis in Angriff. Für perfekte Kundenbetreuung beim Fahrzeugkauf braucht der Händler detaillierte Daten, um die Kundenanfragen perfekt befriedigen und die Verkaufsdaten übermitteln zu können.

KEINE DVD PER POST MEHR Die Lösung war die Schaffung eines zentralen Serversystems für die Ersatzteilbeschaffung und den Ersatzteilkatalog, das via Internet-Browser mit dem Händler kommuniziert, der seinerseits Citrix-basiert auf die zentral gehosteten Daten zugreift. Ein wesentlicher Schritt in Richtung Partner- Service, denn mit dieser Lösung gehört der Versand von Daten-DVD per Post der Vergangenheit an und die Suzuki-Partner können in Echtzeit ihre Ersatzteile disponieren. Das Projekt hat sich inzwischen bestens bewährt und die Strategie von Gerhard Erber, IT-Chef von Suzuki- Österreich, »als Mini-IT-Abteilung, bestehend aus insgesamt fünf Mitarbeitern, anerkannter Dienstleister im eigenen Haus zu sein«, geht auf. Dazu gehört auch seine Einstellung »niemals nie zu sagen, sondern nur zu bewerten, was die Wünsche kosten und wann sie fertig sind«.

MINI-TEAM REICHT NICHT 2007 stand dann die nächste richtungsweisende Umstellung auf dem Plan: Neue Abteilungen waren entstanden, die Applikationslandschaft von Suzuki im Laufe der Jahre massiv angewachsen und neue Technologien hatten sich im Markt etabliert. Diese Voraussetzungen waren der Beginn des Schrittes in die virtualisierte Serverlandschaft. Mit dieser Umstellung ging auch gleich die Neustrukturierung des Storage-Managements ebenfalls auf einer virtuellen Basis einher. Dabei wurde bald klar, dass eine Minimannschaft diese neuen Techniken in Zukunft nicht mehr kompetent managen kann, und damit auch die Betreuung in eine zeitgemäße Struktur gebracht werden musste.

Heute greift das Suzuki-Rechenzentrum mittels Ticketing-System über eine webbasierte Lösung auf das Unit-IT Help-Desk-Team zu, das aus einer gewachsenen Wissensdatenbank seine Entscheidungen entwickeln kann. Mittels Maskeneingaben wird jeder Störfall beschrieben und mit Dringlichkeitsstufen ins System gemeldet. Mit diesem System ist vor allem auch eine regelmäßige Analyse der Fehler sowie Stehzeitenfeststellungen jederzeit auf Knopfdruck gewährleistet, und Optimierungen sind wesentlich erleichtert.

»Wir schätzen, dass sich durch die aktuelle Wirtschaftslage der Zyklus der Neuwagen-Investition von drei bis vier auf fünf bis sechs Jahre ausdehnen wird. Dadurch entsteht eine Lücke, die man nur durch kreative und offensive Marktbearbeitung schließen kann«, erklärt IT-Chef Erber. »Kern aller Aktivitäten sind dabei innovative IT-Lösungen, die für die Mitarbeiter und Partner einfach zu bedienen, sicher und effizient sind.« Suzuki Austria verfüge heute über eine IT-Infrastruktur, die sich das Unternehmen in dieser Top-Qualität nur mit dem richtigen Outsourcing-Partner leisten könne. »Der Verzicht auf eine ‘eigene’ IT-Lösung hat uns nicht nur ein gehöriges Maß an Sicherheit, sondern vor allem auch wesentliche Kosteneinsparungen gebracht; und besonders wichtig ist, dass wir heute klare Fixkosten haben, mit denen wir kalkulieren können«, so Erber.

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