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21.07.2009 Rudolf Felser

Kazaa mit legalem Abo-Modell

Die Marke wird, wie auch schon Napster, recycelt. Nach einem Relaunch versucht sich der Dienst als legaler Musikdient auf Abo-Basis.

Als es um Napster & Co., die "erste Welle" der illegalen P2P-Tauschbörsen, geschehen war, tauchten neue Sterne am Firmament der "rechtlichen Grauzone Internet" auf. Einer derbeliebstesten Dienste war Kazaa, und so wie auch seine Vorgänger und "Mitbewerber" wurde er mit Klagen eingedeckt bis nichts mehr ging. Nun wird die Marke recycelt, wie es auch schon bei Napster geschehen ist. Nach einem Relaunch versucht sich der Dienst als legaler Musikdient auf Abo-Basis. Wenig spektakulär, wäre da nicht die "Robin Hood"-Vergangenheit.

Von der ist allerdings nichts übrig geblieben. Das neue Bezahl-Modell, das vom neuen Besitzer Brilliant Digital Entertainment (BDE) ausgerollt wurde, erlaubt registrierten Benutzern für knapp 20 Dollar im Monat (umgerechnet rund 14 Euro) unlimitierte MP3-Downloads. Abgespielt können die Dateien allerdings nur auf dem PC werden. MP3-Player, Handy, etc. bleiben aussen vor. Wenn das Abo endet verliert der User außerdem auch die Berechtigung die Dateien an seinem PC zu hören. Da brächte man theoretisch keine Downloads, einStream würde eigentlich reichen. Fraglich, ob sich viele Nutzer finden werden.

Zudem macht Kazaa seine Vergangenheit noch zu schaffen. Nicht nur, dass ein Hundert-Millionen-Dollar-Rechtsstreit mit den vier Major-Labels wegen Copyright-Verstößen hinter dem Dienst liegt. Zudem blockiert beispielsweise das Webguard-Modul von Avira AntiVir standardmäßig den Zugriff auf die Homepage www.kazaa.com. Da ist wohl noch viel PR-Arbeit zu leisten. (rnf)

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