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28.07.2009 Rudolf Felser

Videoüberwachung goes IP

Bis 2012 sollen Marktforschern zufolge IP-basierende Überwachungssysteme ihre analogen Vorfahren überholt haben. Dafür gibt es auch gute Gründe.

Mit dem Einzug leistungsstarker IP-Netzwerke in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen kündigte sich eine Revolution im Bereich CCTV (Closed Circuit Television) an. Waren im Jahr 2004 lediglich acht Prozent aller installierten Kameras über ein IP-Netzwerk verbunden, so verzeichnet das Marktforschungsinstitut IMS Research 2008 bereits knapp 38 Prozent. Bis 2012 sollen IP-basierende Überwachungssysteme ihre analogen Vorfahren bereits überholt haben.

Die Basis für den raschen Aufstieg der IP-Kameras liefern effiziente Netzwerktechnologien, mit denen die starren Strukturen analoger Videoüberwachungssysteme aufgebrochen werden. Das zentrale Netzwerk transportiert Daten, Sprache und Video über ein gemeinsames System innerhalb des Unternehmens und verbindet zugleich via Internetprotokoll (IP) nach außen. Das Prinzip der IP-Videoüberwachung über das Firmennetzwerk basiert ebenfalls auf der Übertragung der Bilddaten über TCP/IP. Die Vorteile der Konvergenz von IP-Technologien zeigt sich bereits in der Sprach- und Datenkommunikation. Das begünstigt die Entwicklung hin zu IP-Videoüberwachung.

In analogen Überwachungsanlagen kommen oft proprietäre Medien- sowie Übertragungstechnologien zum Einsatz, die eigens gewartet und bedient werden müssen und daher kostenintensiver sind. Für die netzwerkbasierende Videoüberwachung wird stattdessen gegebenenfalls die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt. Bestehende Verkabelungen und analoge Infrastruktur können in das Kommunikationssystem integriert werden, weitere Geräte wie Multiplexer und Videorekorder entfallen. Die Medientechnik besteht dann nur noch aus Software, die auf einer standardisierten Plattform läuft.

HERSTELLERUNABHÄNGIGKEIT MACHT FLEXIBEL Die Herstellunabhängigkeit des IP-Überwachungssystems erhöht die Flexibilität und Kosteneffizienz in Planung, Gestaltung, Implementierung und eventuellen Erweiterungen der Sicherheitslösung. Sie besteht auch für die IP-Kameras, wodurch ein breites Spektrum je nach Bedarf zur Auswahl steht. Netzwerkkameras verfügen über einen integrierten Server, dem eine IP-Adresse zugeordnet wird und weitere Hardware unnötig macht. Die Kameras benötigen somit lediglich einen Netzwerkanschluss und sofort können Bild- und Audiodaten im System aufgezeichnet, verwaltet und abgerufen werden. Durch die Nutzung des TCP/IP Standards kann der User außerdem zeit- und ortsunabhäng via Internet auf die benötigten Daten zugreifen.

Zudem sind Fern- und Brandmeldeanlagen, Gebäudemanagement, Zutrittskontrolle oder RFID-Systeme sowie andere Fremdsysteme ebenfalls in das IP-Überwachungssystem integrierbar.

Unter dem Titel "Videoüberwachung goes IP" lud Nextiraone kürzlich, gemeinsam mit seinem Partner Seetec, zu einem Business Breakfast, um State-of-the-Art-Lösungen und IP-Kameras vorzustellen. Bereits in naher Zukunft werde sich in Österreichs Unternehmen das zentrale Data Center etabliert haben, das Sprache, Daten, Security, Storage, Alarmierung und auch physikalische Sicherheitslösungen vereint, lautet die Meinung des herstellerunabhängigen Lösungsintegrators.

Derzeit würden die heimischen Unternehmen vorrangig auf parallele Systeme setzen, in denen IP und analog nebeneinander existieren. Für Nextiraone stehe deshalb auch die sanfte Migration von analog zu IP im Vordergrund." Die Vorteile von IP-Technologie liegen darin, eine optimierte Anpassung unter Berücksichtigung von Kosteneffizienz und höchster Flexibilität zu erzielen. Aus diesem Grund setzt sich IP jetzt besonders in der Videoüberwachung durch. Unsere Kunden sehen besonders in den Bereichen Diebstahlsicherung, Sicherung gegen Vandalismus und Detailerkennung hohen Einsatzbedarf. Für uns als Partner ist es wichtig, den individuellen Anforderungen an physikalische Sicherheit jedes Unternehmens zu entsprechen und das Überwachungssystem sinnvoll in die Gesamtlösung zu integrieren und somit den nahtlosen Übergang von analog zu IP zu verwirklichen", fasst Nicole Plein, Communications Manager Nextiraone Austria, zusammen. (pi/rnf)

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