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29.07.2009 Alex Wolschann/apa

Philips schließt Saeco-Übernahme ab

Philips hat die Übernahme der italienischen Saeco Gruppe vollzogen. Am Wachstumsmarkt will Philips überproportional teilhaben.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat die Übernahme der italienischen Saeco Gruppe, Hersteller von Espresso- Maschinen und Kaffeevollautomaten, vollzogen. Philips könne nun die Bandbreite des Kaffeemaschinenmarktes bedienen, teilte die Philips Deutschland GmbH in Hamburg mit. An dem Wachstumsmarkt will Philips überproportional teilhaben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr Ende März 2009 verzeichnete Saeco einen Umsatz von 318 Mio. Euro. Philips zahlt für die Komplettübernahme mindestens 170 Mio. Euro. Dadurch werde Saeco schuldenfrei erworben. Das 1981 gegründete Unternehmen (Gaggio Montano) hat rund 2.000 Mitarbeiter.

Philips sieht sich nach dem Kauf von Saeco bestens für den Wettbewerb auf dem wachstumsstarken Markt für Kaffeemaschinen gerüstet. Zusammen mit Saeco decke Philips nun die gesamte Produktpalette bei den Kaffeemaschinen an und werde künftig seine Marktanteile steigern. "Wenn wir nach 2010 aus der derzeitigen Krise herauskommen, können wir mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten rechnen", sagte der Chef der Konsumelektronik-Sparte Andrea Ragnetti der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

Philips zahlt für die Übernahme von Saeco 200 Mio. Euro. Die Italiener gehören zu den bekanntesten Herstellern von Espressomaschinen und kommen in Europa auf einen Marktanteil von rund 30 Prozent. Wichtigste Absatzmärkte sind derzeit Deutschland und Italien. Für künftiges Wachstum setzt Ragnetti indes auf China und Lateinamerika. "Dort gibt es ein wachsendes Segment an Verbrauchern, die sich die Espresso-Kultur leisten können."

Die Niederländer hatten den Kaffeemarkt vor Jahren mit ihren Senseo-Maschinen aufgemischt, die mit Kaffeepads statt Pulver befüllt werden. Daneben verkauft der Konzern Espressoautomaten und klassische Kaffeemaschinen. Das Geschäft mit Konsumelektronik war in der Wirtschaftskrise merklich zurückgegangen. Der Umsatz in der Sparte fiel im ersten Halbjahr um rund ein Drittel, rote Zahlen waren die Folge. Auch die beiden anderen Standbeine des Konzerns - Lichttechnik und Medizintechnik - litten unter der Flaute. Mit einem Sparprogramm samt Stellenstreichungen steuert Unternehmenschef Gerard Kleisterlee gegen.

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