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29.07.2009 Alex Wolschann/apa

Stichtag bei Siemens und Probleme mit Ex-Managern

Im Streit um den geplanten Abbau von 600 Mitarbeitern bei der Siemens-Softwareschmiede SIS kommt es heute Abend zu einem entscheidenden Gespräch.

Im Streit um den geplanten Abbau von 600 Mitarbeitern bei der Siemens-Softwareschmiede SIS kommt heute Abend zu einem entscheidenden Gespräch zwischen SIS-Betriebsratsobmann Ataollah Samadani und der SIS-Führung. Samadani hat im Gespräch mit der APA seine Drohung mit Kampfmaßnahmen weiter aufrecht erhalten, sollte die Unternehmensführung keine schriftliche Arbeitsplatzgarantie bis Jahresende abgeben.

Dass bisher kein Streikbeschluss der Gewerkschaft vorliegt, stört Samadani nicht. Es gebe ein großes Spektrum an Maßnahmen. Die Gewerkschaft der Privatangestellen (GPA) und Zentralbetriebsratsobmann Fritz Hagl setzen hingegen auf weitere Verhandlungen und eine Expertengruppe, die nach Alternativen zu den Kündigungen suchen soll. Solange diese tagt, wird es auch keine Kündigungen geben, so die Zusicherung der Firmenleitung.

Auch die Siemens-Führung verweist auf die nun zu bildende Expertengruppe und die gute Gesprächsbasis mit Gewerkschaft und Zentralbetriebsrat. Man vertraue daher darauf, dass weiter auf konstruktive Weise nach einer Lösung für die Mitarbeiter gesucht wird. Vor zwei Wochen hatten Hagl und Siemens-Chefin Brigitte Ederer in einer gemeinsamen Presseaussendung erklärt: "Wir haben uns darauf geeinigt, mittels einer Taskforce unter Einbindung externer Experten und der Betriebsratsköperschaft alle Ansätze und Lösungsvarianten zur Entschärfung der bestehenden Situation in der Softwareentwicklung SIS SDE zu erarbeiten, um Arbeitslosigkeit möglichst zu vermeiden."

EX-MANAGER UNTER KORRUPTIONSVERDACHT Gegen zwei Ex-Manager von Siemens Österreich, die das Unternehmen 2007 verlassen haben, wird von der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien ermittelt. Das berichtet die Tageszeitung "Der Standard". Laut einem Sprecher der Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft man den Verdacht von Schmiergeldzahlungen, "im Kern geht es darum zu eruieren, ob Consulter-Verträgen auch tatsächlich Leistungen zu Grunde lagen".

Die beiden hochrangigen Manager sollen wiederholt in die Konzernzentrale nach München gereist sein, um dort Bares in der Höhe von insgesamt an die 600.000 Euro abzuholen. Das Geld sollte für Lobbyismus- und Berater-Dienste in südosteuropäischen Länder fließen, in denen Siemens aktiv ist. Dieses Geld sollte ausdrücklich nicht für die Bestechung von Amtsträgern verwendet werden, hieß es.

Unter den Beschuldigten sei nicht Ex-Siemens-Manager und Ex-AUA-Chef Alfred Ötsch, wird in dem "Standard"-Artikel betont.

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