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05.08.2009 Christof Baumgartner

Siemens in der Krise: 900 müssen gehen

Das Unternehmen musste im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Auftragsrückgang von 28 Prozent hinnehmen.

Bei Siemens hinterlässt die Wirtschaftskrise gröbere Spuren. Das Unternehmen musste im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Auftragsrückgang von 28 Prozent hinnehmen. Der Auftragseingang lag bei 17,16 Mrd. Euro. Der Gewinn sank im selben Zeitraum um sieben Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Auch der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um vier Prozent auf 18,35 Mrd. Euro zurück.

»Erwartungsgemäß hat das wirtschaftliche Umfeld deutliche Spuren im Neugeschäft hinterlassen«, sagte Siemens-Chef Peter Löscher. Eine der Konsequenzen ist der schon seit Längerem geplante Stellenabbau. Bei Siemens Österreich werden 900 von etwa 8.400 Stellen gestrichen. Davon entfallen 600 auf die Softwaresparte SIS, weitere 300 Jobs werden in der Sparte VAI Metalltechnik abgebaut. Vor einem Jahr war nur von 200 VAI-Jobs die Rede. Siemens Österreich leistet damit den größten Beitrag zum konzernweiten Jobabbau. In Summe streicht das Unternehmen wegen der Flaute weltweit rund 1.600 Jobs.

Zentralbetriebsratsvorsitzender Fritz Hagl betonte, dass man bezüglich der 600 SIS-Mitarbeiter in intensiven Gesprächen mit dem Management sei, die bisher sehr konstruktiv verliefen. Weitere Kündigungen seien dort nicht geplant. Die Mitarbeiter bei SIS sind seit Ende Juni zur Kündigung angemeldet, solange es aber noch Gespräche in der einberufenen Expertengruppe gibt, solle es keine Entlassungen geben, fordert der Betriebsrat. Diskutiert wird über die konkrete Umsetzung des Sozialplans. Bei der VAI sei der Sozialplan bereits in Umsetzung. Weiters betroffen vom Stellenabbau sind die SIS-IT-Dienstleistungen in Großbritannien mit 300 Stellen, die Gebäudetechnik in Karlsruhe mit 120 Stellen und Osram im Elsass mit 100 Stellen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 geht Siemens allerdings weiterhin von einem operativen Gewinn seiner drei Kerngeschäftsfelder Industrie, Energie und Medizintechnik von mindestens 6,6 Mrd. Euro aus.

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