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05.08.2009 Oliver Weiss

Alte Frequenzen für neue Mobilität

Die 27 EU-Mitgliedstaaten haben grünes Licht für modernisierte Vorschriften für die Nutzung von Frequenzen gegeben.

Weg frei für eine neue Generation von Mobilfunkdiensten in Europa: Die 27 EU-Mitgliedstaaten haben grünes Licht für modernisierte Vorschriften für die Nutzung von Frequenzen gegeben. Die ursprüngliche Regel reserviert einen Teil des 900-MHz-Bands für GSM-Netzzugangssysteme wie beispielsweise Mobiltelefone. Die neugefasste Richtlinie erlaubt nun die Nutzung des 900-MHz-Bands auch für die Bereitstellung schnellerer europaweiter Dienste wie mobiles Internet. Klassische GSM-Dienste werden aber laut EU-Angaben normal weiter laufen.

Im Zuge der Reform erwartet die EU Einsparungen der Branche von bis zu 1,6 Milliarden Euro. Die Nutzung des 900-MHz-Bandes für UMTS und andere Mobilfunkdienste der 3. und 4. Generation senkt potenziell die Kosten für den Ausbau, da weniger Funkmasten eine größere Fläche versorgen können. EU-Telekomkommissarin Viviane Reding begrüßte die Einigung zur überarbeiteten GSM-Richtlinie: »Die GSM-Norm stammt aus Europa und war ein großer europäischer Erfolg. Mit der Aktualisierung der GSM-Richtlinie ebnet die EU den Weg für eine neue Generation von Diensten und Technologien, bei denen Europa die weltweite Führung übernehmen kann.«

WENIGER KOSTEN FÜR DEN NETZAUSBAU Die neue Flexibilität soll einen stärkeren Wettbewerb auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt fördern und damit zu einer schnelleren und größeren Verbreitung drahtloser Breitbanddienste beitragen, die als eine der Triebfedern des hoffentlich kommenden Wirtschaftsaufschwungs gelten. Die Kommission hatte die Überarbeitung der GSM-Richtlinie parallel zur Reform des für die Telekommunikation geltenden EU-Rechtsrahmens vorgeschlagen. Die neugefasste GSM-Richtlinie ist die erste von mehreren neuen Richtlinien im Telekommunikationssektor.

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, die bislang nur der Mobiltelefonie zugewiesenen Funkfrequenzen auch für andere, hochmoderne Technologien zu öffnen, und zwar zunächst für Breitband-Mobilfunkdienste der 3. Generation (3G) und in diesem Bereich speziell für UMTS. Die neuen Vorschriften erleichtern auch die Anpassung von Frequenzzuweisungen im 900-MHz-Band, so dass demnächst selbst Hochgeschwindigkeits-Breitbandtechnologien der 4. Generation (LTE) eingeführt werden können. Das 900-MHz-Band soll in dem Moment für andere Systeme geöffnet werden, in dem die technische Machbarkeit der Koexistenz mit GSM-Diensten feststeht. Für das erste neue System, UMTS, ist die Kompatibilität bereits nachgewiesen. Die geänderte Richtlinie wird deshalb voraussichtlich im kommenden Oktober in Kraft treten.

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