RTR beweist alles andere als Marktverständnis Detail - Computerwelt

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11.08.2009 Rudolf Felser

RTR beweist alles andere als Marktverständnis

Drei-CEO Thoma ist naturgemäß nicht glücklich mit der aktuellen RTR-Entscheidung, die Terminierungsentgelte anzuheben.

Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die RTR die Terminierungsentgelte, die bei der Zusammenschaltung von Gesprächen über verschiedene Netze entstehen, anhebt, empörte sich fast die ganze Branche (siehe auch "RTR macht Handytelefonate ins Festnetz teurer"). Dabei verteuern sich durch den Bescheid der Regulierungsbehörde RTR (vorerst) "nur" die Anrufe von Drei (Hutchison 3G Austria) ins Festnetz der Telekom Austria. Alle anderen Betreiber haben bestehende Verträge. Allerdings will die TA mit ihnen verhandeln (siehe auch "Festnetz-Regulierung: TA bleibt gelassen"), um auch diese Preise anzupassen.

Das Verfahren, das zu diesem Bescheid führte, wurde vom Mobilfunker Drei (Hutchison 3G Austria) angestrengt und hatte eigentlich zum Ziel, geringere Terminierungsentgelte ins TA-Festnetz zahlen zu müssen. Das ging nach hinten los, den die Kosten wurden um rund 30 Prozent angehoben. Das schmeckt Drei-CEO Berthold Thoma natürlich überhaupt nicht. "Hutchison 3G Austria hat immer für eine Senkung der Terminierungsentgelte gekämpft – auch in diesem Verfahren. Die nunmehrige Erhöhung der Terminierungsentgelte in das Festnetz der TA steht in krassem Widerspruch zur gesamten bisherigen Argumentation der RTR und zum Trend der europäischen Regulierung. Österreich erreicht damit das höchste Preisniveau unter allen EU-Staaten", so Thoma gegenüber Computerwelt.at.

Offensichtlich wolle man in der RTR die Festnetzsparte der Telekom Austria auf Biegen und Brechen schützen, so Thomas weiter. "Diese Erhöhung des Vorleistungspreises wird jedoch zur Folge haben, dass Anrufe in das Festnetz auch für die Endkunden teurer werden. Damit wird sich das Verkehrsvolumen ins Festnetz weiter verringern. Die Entscheidung ist somit nicht nur falsch sondern hinsichtlich des beabsichtigten Zwecks auch kontraproduktiv. Die RTR beweist damit alles andere als Marktverständnis", geht er hart mit der Regulierungsbehörde ins Gericht. (rnf)

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