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13.06.2013 Rudolf Felser

Mitarbeiter fordern Einsatz von Social Tools

Österreich ist in der Unternehmenskommunikation noch kein Land der Social Networks: Auch wenn mehr als 36 Prozent der Angestellten den Produktivitäts-Zuwachs durch den Einsatz von Social Networks betont, werden doch in vielen Unternehmen gerade diese Tools noch blockiert. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie im Auftrag von Microsoft zum Thema "Enterprise Social".

Social Tools sind in Österreich noch nicht weit verbreitet.

Social Tools sind in Österreich noch nicht weit verbreitet.

© Fotolia

"Microsoft beschäftigt sich seit Jahren mit dem neuen Arbeiten – wir verstehen darunter mobiles, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten mit Hilfe modernster Technologien. Ein zentraler Bestandteil dieses neuen Arbeitens ist 'Enterprise Social': Dadurch schaffen wir im Unternehmen mehr Effizienz in der Zusammenarbeit. Das leben wir auch in unserem Büro in Wien vor", erklärt Georg Obermeier, Geschäftsführer von Microsoft Österreich.

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag von Microsoft gibt es in Österreich noch viel zu tun: Rund ein Viertel der Befragten ist überzeugt, dass Social Tools (zum Beispiel Online Audio/Video Conferencing, Instant Messaging, virtuelle Dokumentenordner für Teamzusammenarbeit via SharePoint) sie bei ihrer Arbeit gezielt unterstützen und ihre Produktivität deutlich verbessern würden. Allerdings nur wenn ihr Unternehmen das auch ermöglichen würde. Aber fast die Hälfte der Unternehmen blockiert zurzeit zum Beispiel externe Soziale Netzwerke (42 Prozent) oder Blog-Plattformen (28 Prozent). Damit liegt Österreich im Trend: Europaweit gaben 27 Prozent der Befragten an, dass ihre Unternehmen die Bedeutung von Social Tools noch unterschätzen und deren Nutzung stark einschränken.

Für die Studie wurden 4.787 Arbeitnehmer in Europa befragt. Mehr als 37 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass in den Unternehmen nicht ausreichend Social Tools für Collaboration zur Verfügung stehen. 18 Prozent der Mitarbeiter sind sogar bereit, selbst in Social Tools zu investieren, um die Effizienz in der Zusammenarbeit mit den Kollegen zu verbessern.

"Die jungen Mitarbeiter wissen heute bereits um den Nutzen von Social Tools im Arbeitsumfeld Bescheid. Aber in den Unternehmen ist hier noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten – das neue Arbeiten beginnt in Österreich gerade erst Einzug zu halten. Aber wir sind überzeugt, dass Enterprise Social genauso wenig aufzuhalten sind, wie mobiles, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten. Das geht mittlerweile Hand in Hand", erklärt Georg Obermeier.

Einer der Hauptgründe, warum Unternehmen in Österreich Social Tools im Arbeitsumfeld skeptisch gegenüberstehen sind nach wie vor Sicherheitsbedenken (Einschätzung bei 70 Prozent der Befragten). Darüber hinaus befürchten nach Einschätzung der Befragten aber 60 Prozent der heimischen Unternehmer, dass die Produktivität der Mitarbeiter eher abnimmt als steigen wird.

Dass genau das Gegenteil der Fall ist, weiß Michael Bartz, Professor an der IMC FH Krems und Computerwelt-Experte für Karrierefragen: "Durchschnittlich steigt durch moderne Technologien, wie zum Beispiel der Collaboration Software SharePoint, und damit einhergehende neue Arbeitsweisen die Produktivität im Unternehmen. Nach der Einführung von mobilen und virtuellen Arbeitsansätzen nimmt die Arbeitszeit um zehn bis 15 Prozent zu - einhergehend mit einer größeren Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." (pi)

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