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18.06.2013

15 Jahre erfolgreiches E-Government in Österreich

Zahlreiche TeilnehmerInnen folgten am ersten Tag der Einladung der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) zur diesjährigen E-Government Konferenz, die bis heute in Linz stattfindet. Unter dem Motto „15 Jahre E-Government in Österreich – Was wurde erreicht, was bringen die nächsten 15 Jahre?“ setzen sich an beiden Tagen ExpertInnen aus Wirtschaft und Verwaltung mit dem Status quo des heimischen E-Government-Angebots auseinander und diskutieren dessen Zukunftsperspektiven. Zusätzlich wurden gestern, am ersten Tag der Konferenz, die GewinnerInnen des Wettbewerbs „apps4austria“ gekürt.

15 Jahre erfolgreiches E-Government in Österreich

15 Jahre erfolgreiches E-Government in Österreich

© Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV)

ADV nimmt das 15-jährige Jubiläum zum Anlass, um im Rahmen der zweitägigen Konferenz die Errungenschaften der elektronischen Verwaltungsprozesse in Österreich Revue passieren zu lassen und einen Blick auf deren Rolle und Bedeutung in der Zukunft zu werfen. Einerseits werden Österreichs E-Government-Lösungen, wie etwa die Portale der Länder, Städte und Gemeinden, das Kommunalnet, HELP.gv.at, das Rechtsinformationssystem (RIS) sowie Finanzonline und ELAK (Elektronischer Akt), hinsichtlich Einsatzbereiche und -möglichkeiten – auch im europäischen Kontext – diskutiert. Andererseits erörtern ExpertInnen verschiedene Modelle für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den Ausbau von BürgerInnen- und Unternehmensportalen sowie die Rolle von sozialen Netzwerken und neuen technologischen Entwicklungen, wie zum Beispiel „Cloud“.

Weitere Schwerpunkte bilden die Themen „E-Government als Treiber für Verwaltungsveränderung“, das Sicherheitsportal, zentrale Personenstands- und Staatsbürgerschaftsregister, das Gewerberegister sowie One-Stop-Lösungen in Österreich und Musteranwendungen aus Bund, Ländern, Gemeinden und Städten. ADV veranstaltet die Konferenz auch diesmal wieder gemeinsam mit der Plattform „Digitales Österreich“, der E-Government Länderarbeitsgruppe sowie dem Österreichischen Gemeindebund und Städtebund.

„Die E-Government Konferenz bietet für BranchenexpertInnen aus Verwaltung und Wirtschaft die optimale Plattform, um sich mit UserInnen auszutauschen und gemeinsam neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Zusammenarbeit zu finden. Die hohe TeilnehmerInnenzahl belegt einmal mehr die Bedeutung und Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung. Wir freuen uns sehr über dieses Engagement und Interesse und hoffen, dass wir diesen erfolgreichen Weg, den wir nun seit vielen Jahren beschreiten, noch lange gemeinsam weiterverfolgen können“, so Mag. Joachim Seidler, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung.

„E-Government ist in Österreich bereits seit vielen Jahren ein wichtiges und präsentes Thema. Gemeinsam mit VertreterInnen aus verschiedensten Branchen ist es gelungen, das heimische Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Ergebnis sind nun zahlreiche Anwendungen, Portale und Leistungen, die den Alltag der BürgerInnen sowie auch jenen von Wirtschaftstreibenden wesentlich vereinfachen. In den vergangenen 15 Jahren haben wir viel erreicht und ein stabiles Fundament für die Zukunft geschaffen. Wir werden auch weiterhin alles daran setzen auf diesem aufzubauen und das E-Government-Angebot zu optimieren“, ist Ing. Roland Ledinger, Präsident der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung, Leitung des Bereiches IKT-Strategie des Bundes und der Abteilung I/13 sowie Geschäftsführer der Plattform Digitales Österreich, vom „Projekt E-Government“ überzeugt.

Den Höhepunkt des ersten Konferenztages bildete die Siegerehrung des österreichweiten Wettbewerbs „apps4austria“ am ersten Veranstaltungstag. Mit „apps4austria“ riefen die Plattform „Digitales Österreich“ und die Cooperation Open Government Data (COGD) alle Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen, Verwaltungsorganisationen und Interessierte dazu auf, Konzepte für innovative, praktische Apps auf Basis der Daten aus dem Open Government Data Portal zu entwerfen. Über 90 Einsendungen gingen ein und wurden von einer unabhängigen ExpertInnen-Jury aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft Anfang April begutachtet. Im Rahmen einer exklusiven Abendgala wurde nun endlich das Geheimnis um die Gewinner dieses bisher einzigartigen Projektes gelüftet.

„Ziel des Wettbewerbs war es, die Nutzung frei zugänglicher Verwaltungsdaten durch neue, benutzerfreundliche Anwendungen zu fördern. Die insgesamt 89 Einreichungen zeigen, welch großes, kreatives Potenzial wir in Österreich haben. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich und hoffe, dass sie weiterhin so innovativ tätig sein können. Für die neu entwickelten Apps wünsche ich mir zahlreiche Anwenderinnen und Anwender, die in Zukunft davon profitieren werden“, so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

And the winners are ...

In der Kategorie Sonderpreis OKFN/Wikimedia gewann der „Open Data Viewer for Austria“ von Ondics GmbH. Das Unternehmen gewann eine kostenlose Konferenzteilnahme an der OKCon 2013.

In der Kategorie Sonderpreis Engerwitzdorf wurde der „Wandermax Engerwitzdorf“ von Benedikt Schultes zum Sieger gekürt. Herr Schultes darf sich über ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen.

Die Kategorie Sonderpreis Windows 8 konnte „Doris Mobile“ von Felix Auer für sich entscheiden. Er erhielt eine Prämie in der Höhe von 3.000 Euro.

In der Kategorie Ideen und Konzepte wurden „Visualisierung von Lebensqualität“ von der TU Wien/INSO sowie „urban bitAir“ von urban bitAir ausgezeichnet. Die Sieger dürfen sich jeweils über ein iPad freuen.

In der Kategorie Visualisierungen gewann „Visualisierung der MedientransparenzDB“ vom Verein paroli. Der Verein erhielt ein Preisgeld von 3.000 Euro.

In der Kategorie Apps konnte sich „Woody“ von Florian Jungwirth BSc durchsetzen. Herr Jungwirth erhielt eine Siegerprämie von 3.000 Euro.

Nähere Informationen dazu sind unter www.apps4austria.gv.at zu finden.

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