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08.07.2013 Mario Wanderer

Erfolgreich (auch) dank Social Media

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter und Co. kommt in der heutigen Zeit auch bei Unternehmensgründungen eine immer größere Bedeutung zu. Dies hat sich auch ein, 2011 in Wien-Floridsdorf eröffnetes, asiatisches All-you-can-eat Restaurant zu Herzen genommen und setzt seit der Eröffnung auf aktive Facebook-Präsenz.

Yong Xin kümmert sich um die Social-Media-Präsenz des Restaurants Ebi.

Yong Xin kümmert sich um die Social-Media-Präsenz des Restaurants Ebi.

© Privat

Ebi bietet ein innovatives Konzept, All-you-can-eat à la carte. Aus über 80 Speisen kann in einem Bestellformular für jeden Gang die gewünschte Menge eingetragen werden, welche dann frisch zubereitet wird. Diesen Vorgang kann man beliebig oft wiederholen. Dieses Alleinstellungsmerkmal, gepaart mit fairen Preisen und tadelloser Qualität hat Ebi in Floridsdorf bekannt gemacht. Obwohl das Lokal nicht "im Herzen" Wiens liegt, erfreut es sich regen Besuchs, auch aus anderen Bezirken. Ob dies auch mit der Social-Media-Arbeit zu tun hat, beleuchten wir im Gespräch mit Junior-Chef Yong Xin.

Computerwelt: Wurde Ihnen bei der Unternehmensgründung von einem Unternehmensberater zu starker Online-Präsenz, speziell im Bereich Social Media geraten?
Yong Xin:
Nein, aber da ich als junger Mann bereits mit Internet, Facebook und Co. aufgewachsen bin, schien es mir logisch dort auch mit unserem Familienunternehmen präsent zu sein.

Wie hoch würden sie die Kosten beziffern, die dem Unternehmen bei der Gründung dadurch zusätzlich angefallen sind?
Unsere Homepage haben wir von professionellen Webdesignern kreieren lassen, zu den branchenüblichen Konditionen. Den Facebook-Auftritt jedoch habe ich in Eigenregie zusammengestellt. Somit entstanden keine unmittelbaren Mehrkosten, wir wollten schließlich kein größeres Wagnis als notwendig eingehen, da wir von Linz nach Wien übersiedelt sind um dieses Projekt zu realisieren.

Worin besteht, Ihrer Ansicht nach, der größte Nutzen eines regelmäßigen Facebook-Auftritts?
Unser Facebook-Auftritt hat uns vor allem in der Anfangszeit stark geholfen unsere Bekanntheit zu steigern. Der größte Nutzen besteht für mich jedoch, ohne Zweifel, in der einfachen und direkten Kommunikation mit dem Kunden. Japanisches Essen, speziell Sushi, ist gerade bei der Internet-Generation, wenn ich sie so nennen darf, ein deutlicher Trend und somit ist es naheliegend auch die modernen Mittel der Kommunikation zu verwenden. Es ist für die meisten angenehmer, Kritik, sowohl positiv wie auch negativ, unmittelbar äußern zu können. Den Weg eine Webseite zu suchen und sich dann möglicherweise noch registrieren zu müssen wollen viele nicht gehen. Stattdessen kommt kein Feedback und sollte etwas nicht gepasst haben kommt der Kunde nicht wieder. In Facebook können die Leute auf unserer Seite posten und wir können direkt auf etwaige Kritik eingehen.

Das heißt auch negative Kritik wird von Ihnen behandelt?
Natürlich, sonst wären wir unglaubwürdig. Wo gearbeitet wird passieren Fehler, zu denen man stehen muss. Sollte uns ein Fehler unterlaufen und wir werden in Facebook darauf aufmerksam gemacht entschuldigen wir uns beim Betroffenen uns versuchen aus unserem Fehler zu lernen.

Wie viel Zeit wenden Sie im Augenblick ungefähr pro Woche auf um die Facebook-Seite zu pflegen?
Das ist eine gute Frage und gar nicht einfach zu beantworten. Eigentlich könnte ich fast sagen, dass ich gar keine zusätzliche Zeit dafür aufwende, aber das wäre natürlich auch nicht hundertprozentig richtig. Es ist so, dass mein Smartphone mein ständiger Begleiter ist. Ich nutze Facebook auch privat, somit verbinde ich das Private mit dem Geschäftlichen. Ich bekomme eine Benachrichtigung wenn ich eine geschäftliche Mitteilung bekomme, ebenso bei einer privaten. Da ich dies den ganzen Tag verfolge, kann ich auf Wünsche und Beschwerden prompt reagieren. Wie Sie wissen, nehme ich auch Tischreservierungen oder Pressetermine einfach über Facebook entgegen.

Was plant Ebi für die Zukunft?
Wir werden unserer Linie treu bleiben und Facebook hauptsächlich zur Kommunikation mit unseren Gästen nutzen, das hat sich bewährt. Jeden Tag etwas zu posten oder aggressiv zu werben finde ich eher kontraproduktiv, da die meisten Facebook-User ohnehin eine übervolle Timeline haben. Bei Neuerungen, wie etwa einer neuen Speisekarte oder Preisänderungen, werden unsere Kunden selbstverständlich sowohl über Facebook, als auch über unsere Homepage informiert. Derzeit prüfen wir noch die Durchführung eines Gewinnspiels, dies eilt jedoch nicht.

Das Gespräch führe Mario Wanderer.


ZUR PERSON:

Yong Xin studiert derzeit, nach seiner Matura 2010 an der HAK Steyr mit dem Zweig IMIT (Informationsmanagement und Informationstechnik), BWL an der WU Wien. Als Mitarbeiter im familieneigenen Lokal ist er unter anderem für die Social-Media-Präsenz verantwortlich.

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